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Berlin (dpa) Mit der weltweiten Aktion «Das große Lesen» fordert die «Globale Bildungskampagne» mehr Engagement für das UN-Millennium-Entwicklungsziel «Bildung für alle».
Die Aktion startete nach Angaben der Veranstalter am Donnerstag, dem UNESCO-Welttag des Buches, in Deutschland mit Lesungen im Hamburger Curio-Haus und im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin. Weltweit gebe es 776 Millionen Analphabeten, 75 Millionen Kinder - vor allem Mädchen - könnten nicht in die Schule gehen. «Wenn die Analphabetenrate bis zum Jahr 2015 halbiert werden soll, muss die Bundesregierung deutlich mehr finanzielle Mittel für die Förderung von Bildung in armen Ländern bereitstellen», forderte Jörn Kalinski, Sprecher der Kampagne in Deutschland.
Zu der Aktion lesen Schüler und Erwachsene in 150 Ländern aus einem eigens angefertigten «Großen Lesebuch». Die deutsche Version enthält unter anderem Texte und Geschichten von Nelson Mandela, Günter Grass, Cornelia Funke und Otfried Preußler. Die Bildungskampagne erwartete, dass sich etwa zehn Millionen Menschen in aller Welt am «Großen Lesen» beteiligen. Um die Staats- und Regierungschefs an ihre Versprechen zu erinnern, werden die Beteiligten nach den Lesungen ihre Botschaften und Forderungen in «Das große Lesebuch» schreiben. Diese werden weltweit gesammelt und sollen vor dem G8-Gipfel im Juli 2009 an alle wichtigen politischen Entscheidungsträger - darunter auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel - übergeben werden.
Weltweit fänden bereits seit dem 20. April Lesungen aus dem «Großen Lesebuch» statt. In Vietnam haben nach Veranstalterangaben etwa 50 000 Schüler eine Botschaft geschrieben, in Malawi wollte der Staatspräsident an einer Lesung teilnehmen. In Dänemark lesen Schüler im Parlament und in Afghanistan beteiligen sich 100 Schulen an einem Lese- und Schreibwettbewerb im Rahmen der Aktionswoche.
Die Globale Bildungskampagne in Deutschland wird von den Organisationen CARE, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kindernothilfe, Oxfam, Plan, Save the Children, Welthungerhilfe, World University Service und World Vision getragen.
22. April 2012,
E-Werk Köln
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