http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#entertainment#dcopt=ist;#948579157#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#entertainment##1275674467#120#600#3
Medienhaus Lensing
14.10.2008 20:21 Uhr
Schriftgröße: A A A

Globale Erwärmung: Klee sangen im Gleis 22

MÜNSTER Das steht sie nun und muss etwas zum Klimaschutz sagen. Nicht einfach, wenn das keiner hören will und man selbst den Moment auch für eher unpassend hält. Drei Anläufe macht Suzie Kerstgens, drei Mal kommt sie erst ins Stocken, dann ins Erzählen, schweift lächelnd ab in klimaferne Gefilde. Und wirft sich erleichtert in den nächsten Song.Jörg Gierse

«
1/2
»

Der sadistische Zahnarzt (Matthias Caspari, r.) und seine drei aufregenden Helferinnen wollen dem Blumenverkäufer Seymour (Ilja Harjes) ans Gebiss. Doch vorher wird der Doktor leider an die Pflanze verfüttert. (Foto: Hörnschemeyer)

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Lesen Sie die Ruhr Nachrichten als eZeitung auf dem iPad 2 - beides zusammen ab 22,99 €/ Monat* im Paket.
Reisen Sie zurück ins Dortmund der 1930er bis 1980er Jahre - mit den Filmschätzen der Ruhr-Nachrichten-Leser.
5 DVDs für 69,90€
Klee ist nun mal keine politische Band. Auch wenn ihre Mitglieder sich Sorgen um die Umwelt machen und deshalb bei der „Klimatour“ der Heinrich-Böll-Stiftung spielen. Die will politikferne Pop-Konsumenten für die gute Sache gewinnen. Was am Montagabend im Gleis 22 auf hoch sympathische Weise scheitert. Denn dass Klee-Sängerin Suzie auf der Suche nach der Botschaft des Abends einfach nicht fündig wird, darüber sind ihre Fans heilfroh.

Wenn die fünf Kölner eine Botschaft haben, dann die aller wahren Pophelden. Der Liebe zu huldigen, wen wundert’s. Das tun Klee seit sechs Jahren so schön wie kaum eine andere Band, und jetzt hat Deutschland es endlich gemerkt. Das vierte Album „Berge versetzen“ ist kurz davor, das Quartett aus den Clubs in die Stadien zu katapultieren. Gut, dass es noch nicht ganz so weit ist.

Auf Augenhöhe

Denn der Klee-Mix – Gitarrenrock und Elektropop, Texte zwischen Tag und Traum, getrieben von nicht mehr ganz so jugendlichem Überschwang – ist zwar fast schon gefährlich massentauglich. Seine ganze Wirkung entfaltet er aber erst auf Augenhöhe mit den Fans. Suzie Kerstgens ist in Fransenhemd und Pailletten-Stirnband ums ungebändigte Haar die nette Rockdiva von nebenan, holt ein kleines Mädchen auf die Bühne, steigt ins Publikum und ruft nach Zugaben. Und stellt Keyboarder Sten Servaes ein Kerzchen aufs Instrument, nachdem sie „Ich lass ein Licht an für dich“ gesungen hat. Kleine Gesten, in großen Hallen unmöglich.

Disco siegt über Pop

Der riesigen Popsparte Liebeslied fügen Klee zwar kein neues Kapitel, aber ein paar interessante Sätze hinzu. Auch bei ihnen reimt sich Herz auf Schmerz. Aber immer, wenn der Kitsch droht, kriegen Klee souverän die Kurve: durch eine schnoddrige Zeile, einen verqueren Gedanken, einen treibenden Beat. Der immer dominierender wird, während sich das Konzert von nett nach gefährlich in die Nacht bewegt. Bei der bis dato größten Klee-Hymne „Gold“ hat die Disco über den Pop gesiegt. Die fliegenden Arme und Beine beruhigen Suzie und Sten ganz zum Schluss mit dem schönsten, weil simpelsten Song des neuen Albums. „Wie das Wetter“ entlässt glückliche Menschen in einen warmen Sommerabend, mitten im Oktober.

Am Sonntag (19.10.) spielen Klee ein zweites Mal im Gleis 22. Karten gibt’s an der Abendkasse.


Veranstaltungssuche

Zeit

Heute
Morgen
Dieses Wochenende

Kategorie

Konzerte & Nachtleben
Kunst & Schauspiel
Gesellschaft & Freizeit
ANZEIGE

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

Ihre Veranstaltung hier! openeventnetwork

Kunstakademie Münster

1

Viel Sex und Nacktheit beim Rundgang

MÜNSTER Ist es das Schuldendebakel, Berlusconi und sein Bunga Bunga oder das Dschungelcamp? Was beschäftigt junge Künstler von heute? Münsters Kunststudenten laden bis Sonntag (5. Februar) zum alljährlichen Rundgang in die Akademie ein, um ihre Sicht auf Kunst und Welt zu zeigen. mehr...

"Die Kunst zu gewinnen - Moneyball"

2

Brad Pitt mimt Baseball-Manager

Brad Pitt mimt den Baseball-Strategen Billy Beane.

Alle Talentsucher winken ab. Mit den Spielern, die Manager Billy Beane (Brad Pitt) verpflichtet, sei kein Staat zu machen. Gerade hat das Baseball-Team der Oakland Athletics einen schweren Aderlass hinter sich. Und jetzt will Beane den Weggang der Leistungsträger mit diesen Billigheimern kompensieren? mehr...

Kultursaal renoviert

3

Freundliche Frauenstraße

Das Frauenstraßen-Team stößt auf ein aufregendes Kulturprogramm im frisch renovierten Saal an (v.l.): Manfred Stolper, Klaus Woestmann, Ansgar Schmidt und Karin Gindler-Hilge.

MÜNSTER Ein kleines bisschen schockierend wirkt der frisch renovierte Hinterraum der Frauenstraße 24 schon. Früher wurde hier in düster-uriger Atmosphäre Spinat-Pide verzehrt, während man die Weltlage aus linker Sicht analysierte. Jetzt ist alles so propper, adrett und freundlich wie die Caféteria eines soziokulturellen Begegnungszentrums. mehr...

Ausstellung

4

Mit den Augen spazieren gehen

Elke Dombrowskis "Panorama" ist im Foyer des Stadttheaters in Münster zu sehen.

MÜNSTER Die Künstlerin Elke Dombrowski gönnt ihren Ölbildern ein exklusives Format: in der Höhe recht schmal, doch so breit wie eine Kinoleinwand. In diesen cinemascopeweiten Landschaften soll der Betrachter „mit den Augen spazieren gehen“, sagt sie. mehr...

Dreharbeiten: "Was bleibt"

5

Filmcrew in Hertener Bungalow

Der Hertener Bungalow bot viel Platz für den Filmdreh von "Was bleibt".

HERTEN Ein Hauch von Hollywood wehte über den Hertener Nordring. Und Schnee - mitten im Sommer. Ein Haus in der beschaulichen Straße diente Regisseur Hans-Christian Schmid als Kulisse für seinen neuesten Film "Was bleibt - Home For The Weekend", der neben zwei weiteren westfälischen Filmen bei der Berlinale zu sehen ist. mehr...

Kultur erleben

Sehenswert

Theater in der Region

Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick.  mehr...

Rundgang

Ausstellungen in der Region

Von Malerei bis Fotografie: Ein Rundgang durch diese Ausstellungen lohnt sich.  mehr...

Nigel Kennedy probt in der Alten Oper in Frankfurt am Main.

Hörenswert

Konzerte in der Region

Egal ob Operette, Oper oder Philharmonie: Welche Konzerte sich wirklich lohnen.  mehr...

Willy Decker, der Intendant der Ruhrtriennale.

Rückblick

Ruhrtriennale 2011

Auf der Bühne, in Konzerten und Lesungen drehte sich alles um den Buddhismus  mehr...

Dortmunder "U"

Wahrzeichen

Das Dortmunder U

Von der Brauerei zum Kulturzentrum. Das ist jetzt im Dortmunder U los.  mehr...

Beim Bücher-Schnäppchenmarkt lassen sich bestimmt ein paar "Glücksgriffe" finden.

Neuer Lesestoff

Bücher

Einschlafhilfe oder lesenswert? Diese Schmöker sind druckfrisch im Regal.  mehr...

Scrat aus "Ice Age 3" wirkt in 3D noch possierlicher.

Filmkritiken

Kino

Welcher Streifen lohnt sich wirklich? Das sind die Tops und Flops auf der Leinwand.  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#entertainment##1980558543#350#125#12
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#entertainment##313449734#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
MünsterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | immo.RuhrNachrichten.de