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Sex und Drogen: Skandal im US-Innenministerium
am 11. September 2008 15:18 Uhr
Skandal im US-Innenministerium: Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter hatten Sex mit Angestellten der Ölindustrie, nahmen Berge von Geschenken entgegen und hielten Gelage mit Alkohol und Drogen.
US-Flagge
Das US-Innenministerium wird von einem Skandal um Sex und Bestechung erschüttert.

Das geht aus einem Untersuchungsbericht des Generalinspekteurs des Ministeriums, Earl Devaney, hervor. Im Mittelpunkt des Skandals stehen demnach 13 gegenwärtige und ehemaligen Angestellte der Abteilung für Mineralien-Management in Denver (Bundesstaat Colorado). Dieses Amt ist für die Verwaltung sowie Vermarktung von Öl- und Gaslieferungen zuständig, die die Regierung im Gegenzug dafür erhält, dass sie Energiefirmen die Förderung auf bundeseigenem Land erlaubt. Diese «Nutzungsgebühren» in Form von Bodenschätzen haben jährlich einen Wert von insgesamt zehn Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro).

Dem Report zufolge nahmen die Mitarbeiter zwischen 2002 und 2006 von Angestellten größerer Unternehmen Geschenke aller Art entgegen - von Golf- und Skiausflügen über Konzertkarten und feudale Abendessen bis hin zu Hotelübernachtungen. In dem Untersuchungsbericht ist weiter von einer «Kultur des Drogenmissbrauchs und der Promiskuität» die Rede.

Zwar habe es sich bei den Geschenken meist nur um Gaben von geringerem Wert gehandelt, doch die Menge sei frappierend, heißt es in dem Report, der auf zweijährigen Ermittlungen beruht. Allein zwei der Mitarbeiter hätten in mindestens 135 Fällen Geschenke von vier Firmen erhalten, mit denen sie Geschäfte unterhielten. Der «New York Times» zufolge hat sich einer der Angestellten inzwischen in einem Gerichtsverfahren schuldig bekannt. Ihm drohen nun bis zu fünf Jahre Gefängnis.

 
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