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Berlin (dpa) Bundespräsident Joachim Gauck hat für seine Äußerungen über den Islam und Muslime in Deutschland Zustimmung und Kritik erfahren. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt verteidigte den Bundespräsidenten am Freitag.
Bundespräsident Joachim Gauck unterhält sich in der Mädchenschule in Nablus, palästinensische Autonomiegebiete, mit Schülerinnen. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv (Foto: dpa)
BVB-Fieber in Wembley und Dortmund: Wie ist die Stimmung bei den Fans in London? Was passiert in der Heimat? Mit uns verpassen Sie nichts: Unsere Reporter tickern rund um die Uhr und live vor Ort.«Gauck hat eindeutig die richtigen Worte gefunden», sagte er in München. «Deutschland ist ein christlich geprägtes Land mit einer christlichen Historie und einer christlich-fundierten Werteordnung.»
Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff abgesetzt, der Islam gehöre zu Deutschland. «Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland», sagte er in einem Gespräch mit der Wochenzeitung «Die Zeit». Den Satz von Wulff könne er so nicht übernehmen, «aber seine Intention nehme ich an».
Grünen-Parteichef Cem Özdemir reagierte darauf mit Unverständnis. «Ich kann diese Differenzierung zwischen Islam und gläubigen Muslimen nicht nachvollziehen», sagte Özdemir den «Ruhr Nachrichten». Seit den 60er Jahren seien Muslime nach Deutschland eingewandert und neben ihrem Menschsein, ihren Sprachen und ihrer Kultur hätten sie eben auch ihre Religion mitgebracht. «Es kann keinen Zweifel daran geben, dass der Islam, der Teil unseres Landes ist, unter dem Dach unseres Grundgesetzes gelebt werden muss. Das gilt für jede Religion, ob eingewandert oder nicht», erklärte der Grünen-Chef.
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