Hintergründe und Rückblick
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DÜSSELDORF Jürgen Rüttgers demonstrierte die Normalität des Regierungsalltags. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident traf den Präsidenten des Landessportbunds und hielt bei der Präsentation des Schulobstprogramms freundlich lächelnd einen roten Apfel in die Kameras. Dabei dürfte Rüttgers auch am Tag vier nach Bekanntwerden der Sponsoren-Affäre nicht zum Lachen zumute gewesen sein.
Jürgen Rüttgers (CDU) bei der Präsentation des Schulobstprogramms. (Foto: dpa)
In der „Bild“-Zeitung hatte Rüttgers den Vorwurf der Käuflichkeit entschieden zurückgewiesen. „Völliger Quatsch, ein Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen ist nicht käuflich. Das gilt für mich wie für meine Vorgänger.“ Alle anderen Behauptungen seien nur der Versuch, billigen Wahlkampf zu machen. Für die CDU ist die Affäre aber noch nicht ausgestanden.
Falsche und unzutreffende Behauptungen
Eine neue Runde im Streit um die speziellen Angebote für CDU- Sponsoren steht an diesem Donnerstag im Düsseldorfer Landtag an. Dann wird der Hauptausschuss des Parlaments einer möglichen „Verquickung von Regierungs- und Parteifunktionen beim Sponsoring von Veranstaltungen der CDU“ nachgehen.
Rüttgers wird nicht persönlich erscheinen
Die Opposition hat Rüttgers aufgefordert, im Ausschuss alle Karten auf den Tisch zu legen. Der Regierungschef wird aber wohl nicht kommen und sich den bohrenden Fragen von SPD und Grünen stellen. Rüttgers' Verteidigung dürfte der künftige Generalsekretär des CDU- Landesverbands, Andreas Krautscheid, übernehmen. Ihn hatte Rüttgers am Dienstag zum Nachfolger des über die Sponsoren-Affäre gestürzten Ex-Generalsekretärs Hendrik Wüst gemacht. Diesen Posten tritt der bisherige NRW-Medienminister am 7. März an.
„Parteienrechtlich nicht zu beanstanden“
Zu ihrer Verteidigung legte die CDU am Mittwoch ein von ihr beim Stuttgarter Parteienrechtler Prof. Christofer Lenz in Auftrag gegebenes Blitz-Gutachten vor. Lenz attestierte der CDU, dass ihre Angebote an Sponsoren „parteienrechtlich nicht zu beanstanden“ seien. Mietpreise für Parteitagsstände von bis zu 14.000 Euro seien bei der wählerstärksten Partei im mit Abstand größten Bundesland „ohne weiteres angemessen“.Interessantes, Bewegendes, Kurioses: Die Bilder des Tages zeigen Menschen, Momente und Ereignisse, die einen besonderen Eindruck hinterlassen haben. mehr...
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