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Berlin (dpa) Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat die Wahlkampfhilfe Angela Merkels für den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy kritisiert.
Nach Ansicht von Jürgen Trittin verletzt der gemeinsame TV-Auftritt von Merkel und Sarkozy die für eine Bundeskanzlerin "gebotene" Neutralität. Foto: Herbert Knosowski (Foto: dpa)
«Eine deutsche Regierungschefin, die für einen Präsidenten in den Wahlkampf zieht, der mit dem Rücken zur Wand steht, schadet den deutsch-französischen Beziehungen», sagte Trittin den Dortmunder «Ruhr Nachrichten». «Wenn Frau Merkel ein Interview mit Sarkozy gibt, seinem demokratischen Mitbewerber ein Treffen verweigert, verletzt sie die für eine Bundeskanzlerin gebotene Neutralität.»
Die deutsch-französische Freundschaft sei ein zentraler Eckpfeiler deutscher Politik. «Es kann aber nicht sein, dass Regierungstreffen für Wahlkampfhilfe unter konservativen Politikern zweckentfremdet werden», sagte Trittin dem Blatt. «Die deutsch-französische Achse sollte auch dann noch funktionieren, wenn ab Mai nicht mehr Nicolas Sarkozy im Elysée-Palast regiert.»
Merkel hatte angekündigt, Sarkozy bei seinem Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl zu unterstützen - und zwar in ihrer Funktion als CDU-Vorsitzende. Das gemeinsame Fernsehinterview vom Montag hatte nach Merkels Auffassung indes nichts mit Wahlkampfhilfe zu tun.
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