http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews#dcopt=ist;#870865931#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##61936892#120#600#3
Medienhaus Lensing
24.09.2007 16:53 Uhr
Schriftgröße: A A A

Vertreibung ist jetzt Pflichtthema an Gymnasien

DÜSSELDORF/ESSEN Nordrhein-Westfalens Schüler müssen sich künftig mit Flucht und Vertreibung der Deutschen im Zweiten Weltkrieg beschäftigen. Die Vertreibung ist ab sofort Pflichtthema an den Gymnasien. Grüne und SPD sehen dies skeptisch.ddp

«
1/2
»

Die Geschichte vertriebener Deutscher im Zweiten Weltkrieg ist Pflichtthema an Gymnasien in NRW. (Foto: dpa)

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Lesen Sie die Ruhr Nachrichten als eZeitung auf dem iPad 2 - beides zusammen ab 22,99 €/ Monat* im Paket.
Reisen Sie zurück ins Dortmund der 1930er bis 1980er Jahre - mit den Filmschätzen der Ruhr-Nachrichten-Leser.
5 DVDs für 69,90€

Später werde das Thema auch Unterrichtsstoff an anderen Schulformen, sagte ein Sprecher von Schulministerin Barbara Sommer (CDU) am Montag in Düsseldorf. Das Thema Vertreibung werde im Kernlernplan Geschichte für die Klassen fünf bis zehn festgeschrieben. Während der Bund der Vertriebenen den Plan lobte, gab es Kritik von SPD und Grünen.

NRW "zutiefst geprägt"

 „Viele der 15 Millionen Menschen, die aus den früheren deutschen Ostgebieten fliehen mussten, haben sich in Nordrhein-Westfalen angesiedelt“, hatte Schulministerin Sommer bereits am Samstag gesagt. Die Vertreibung im Zweiten Weltkrieg habe „unermessliches Leid über viele Menschen gebracht und unser Bundesland zutiefst geprägt“.

Der Bund der Vertriebenen (BdV) reagierte „dankbar“ auf die Initiative der Schulministerin. „Der Bruch dieses jahrzehntelangen Tabus ist längst überfällig“, teilte der BdV-Landesverband mit. Der Verband habe der Ministerin dafür schriftlich gedankt und darum gebeten, „auch das kulturelle Erbe der Herkunftsgebiete der Vertriebenen zum Thema in den Schulen zu machen“.

Kontext beachten

Der Vize-Chef der NRW-SPD, Karsten Rudolph, übte Kritik an den Plänen. „Es ist sinnvoll, über Vertreibungen zu reden, aber das muss im historischen Kontext der NS-Zeit geschehen“, sagte der Landtagsabgeordnete. Vertreibungen müssten auch vor dem Hintergrund der Nazi-Umsiedlungs- und Vernichtungspolitik in Osteuropa im Unterricht behandelt werden, sagte Rudolph.

„Die Geschichte der Vertreibung darf auch keine Geschichte der vertriebenen Deutschen sein“, sagte er. Andere historische Beispiele, wie die Vertreibungen in den Jugoslawien-Kriegen der 90er Jahre, seien wichtig. Er vermute hinter der Initiative von CDU-Schulministerin Sommer eine „Liebesgabe“ für die „Vertriebenenlobby“, sagte Rudolph.

Auch die Grünen üben Kritik

Die schwarz-gelbe Landesregierung unterstütze offenbar „strategisch“ die Vertriebenenverbände. „Mit dieser Politik sollen wohl konservative Wähler an die CDU gebunden werden“, sagte Rudolph.

 Kritik an den Sommer-Plänen kam auch von den Grünen. Die Anweisung der Ministerin sei „bildungspolitisch absurd und diene ausschließlich der Bedürfnisbefriedigung konservativer Kreise“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Reiner Priggen.

„Die nordrhein-westfälische Antwort auf die polnischen Kaczynski-Zwillinge heißt Barbara Sommer und Jürgen Rüttgers“, fügte er hinzu. Der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski und sein Bruder, Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski, gelten als Gegner der deutschen Vertriebenenverbände.



Am Freitag

1

Polizei setzt beim Blitzer-Marathon doch auf Überraschungen

Die Blitzer-Autos werden unauffällig platziert.

NRW Der angekündigte Blitzer-Marathon am Freitag wird in den Städten NRWs unterschiedlich gehandhabt. Ursprünglich hatte Innenminister Jäger erklärt, alle Geschwindigkeits-Messstellen nennen zu wollen. Am Dienstag meldeten aber viele Polizei-Dienststellen: Man setze sehr wohl auf den Überraschungseffekt. mehr...

In NRW

2

Ministerin: E-Zigaretten sind im Nichtraucherbereich unzulässig

Ein Raucher nutzt eine E-Zigarette.

Düsseldorf In Nichtraucherbereichen dürfen auch keine elektrischen Zigaretten genossen werden. Das geht aus einer gemeinsamen Antwort der nordrhein-westfälischen Ministerien für Gesundheit und für Verbraucherschutz auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervor. mehr...

Bundespräsident

3

Neue Rücktrittsforderungen gegen Wulff

Die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff ist noch nicht ausgestanden. Foto: Britta Pedersen

Berlin Die Affäre Wulff flammt wieder auf. Erneut geht es um einen Urlaub mit reichen Freunden. Diesmal auf Sylt. Wieder werden Rücktrittsforderungen gegen den Bundespräsidenten laut. Und wieder versucht er sich mit "extrem unwahrscheinlichen" (FDP-Fraktions-Chef von Schleswig-Holstein, Kubicki) Erklärungen herauszureden. mehr...

Syrien

4

Mindestens 25 Tote durch Bombenanschläge

Bei zwei gewaltigen Bombenanschlägen vor Einrichtungen der Sicherheitskräfte in Aleppo sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Foto: Syrian Arab News Agency (SANA)

Damaskus/Berlin Bei zwei Bombenanschlägen in der syrischen Stadt Aleppo sind am Freitag mindestens 25 Menschen getötet worden. In der syrischen Protesthochburg Homs bahnt sich nach sechstägigem Dauerbeschuss eine humanitäre Katastrophe an. mehr...

Proteste in Griechenland

5

Sparpaket stellt griechische Regierung vor Zerreißprobe

Tausende hatten friedlich gegen die Sparpläne protestiert.

Athen Für Griechenland geht es um alles, die Lage in Athen spitzt sich zu. Nicht nur auf der Straße regt sich breiter Widerstand gegen das Sparprogramm. Die Regierung muss erste Rücktritte verkraften. Die Abstimmung im Parlament am Wochenende könnte spannend werden. mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##1027085796#350#125#12
Weitere Themen
Im November 2009 beschloss der GM-Verwaltungsrat überraschend, Opel doch zu behalten.

Hintergründe und Rückblick

Opels langer Weg

Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum.  mehr...

Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

Interview-Serie

Ein Gespräch in der Chefetage

Wir fühlen Top-Managern aus der deutschen Wirtschaft auf den Zahn.  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##723058372#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
MünsterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | immo.RuhrNachrichten.de