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Medienhaus Lensing
03.02.2012 16:04 Uhr
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NRW im Eiskeller: Es bleibt bitterkalt

NRW Minusgrade und noch kein Ende in Sicht: In ganz NRW bleibt es auch in den kommenden Tagen bitterkalt. In der Eifel sank das Thermometer bis auf minus 18,8 Grad. Etwas wärmer soll es zur Wochenmitte werden. Experten warnen vor dem Betreten von Eisflächen.dpa

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Mildere Temperaturen sind erst nächste Woche zu erwarten. Foto: Stefan Sauer (Foto: dpa)

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 Kalt, kälter, NRW: Auch in den kommenden Tagen soll der Frost das Land weiter fest im Griff haben. Erst Mitte kommender Woche versprechen Meteorologen eine leichten Abschwächung der Minustemperaturen. „Es bleibt bitterkalt“, kündigte ein Sprecher des Wetterdienstes Meteomedia am Freitag in Bochum an. Schneefälle seien allerdings bis auf ein paar vereinzelte Flocken nicht in Sicht.

Kälter wird es nicht mehr

Mit Temperaturen bis minus 18,8 Grad war die Station Kalterherberg-Tal in der Eifel in der Nacht zum Freitag Kälterekordhalter in NRW. Aber auch im Sauerland und in Ostwestfalen fielen die Temperaturen bis auf frostige minus 17 Grad. „Kälter wird es auf jeden Fall zunächst nicht mehr“, so der Meteomedia-Sprecher. Viel wärmer aber auch nicht: Zumindest bis Dienstag kommender Woche sollen die Temperaturen im ganzen Land im Minusbereich bleiben.

 

Auf dem Dortmund-Ems-Kanal verschärfen sich die Probleme mit Eissschollen. „Ich rechne damit, dass wir am Wochenende, spätestens aber am Montag, Eisbrecher einsetzen müssen“, sagte eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West in Münster. Kritisch sei vor allem der Abschnitt bei Rheine. Dort zweigt der Mittellandkanal vom Dortmund-Ems-Kanal ab.

Mehr als 220 Tote in Europa

Die Extremkälte in Europa bringt jeden Tag mehr Menschen den Tod: Auf dem Kontinent sind inzwischen mehr als 220 Menschen erfroren, vor allem in Osteuropa. Seit dem Wochenende starben allein in der Ukraine mehr als 100 Menschen, viele von ihnen auf der Straße. In Rumänien tötete die Kälte 24 Menschen, in Polen 17, in Tschechien und Bulgarien jeweils elf, in der Slowakei mindestens zwei. Auch in Frankreich und Italien gab es Tote. Russlands Behörden registrierten allein im Januar über 64 Kälteopfer.

Auch in Deutschland erfroren in den vergangenen Tagen mehrere Menschen. Am Freitag entdeckte eine Frau einen toten 53-Jährigen in Großwirschleben (Sachsen-Anhalt), der betrunken vom Fahrrad gestürzt und liegengeblieben sein dürfte. Am Donnerstag war bereits in Magdeburg ein Obdachloser erfroren. In der Nacht zum Freitag wurden erneut arktische Temperaturen gemessen - im sächsischen Deutschneudorf zum Beispiel minus 26,4 Grad. An vielen Schulen in Europa gab es kältefrei - sogar in Rom. Die ostfriesischen Inseln Juist und Wangerooge sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten, weil die Witterung nach den Fähren nun auch die Flugzeuge stoppte. Versorgungsengpässe soll es aber nicht geben. Die Fußballspiele der Bundesliga an diesem Wochenende sind jedoch trotz der Kälte nicht von Absagen bedroht.
 



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