http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews#dcopt=ist;#1975208605#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##1047181789#120#600#3
Medienhaus Lensing
12.02.2010 12:41 Uhr
Schriftgröße: A A A

Geklaute Stahlträger: Fassungslosigkeit nach U-Bahn-Baupfusch

KÖLN Die Mängel beim Bau der Kölner U-Bahn sind weitaus schwerwiegender als bisher bekannt. Teilweise soll nur jeder sechste Stahlträger eingebaut gewesen sein. Die Stadt stand kurz vor massiven Aktionen - und das mitten im Karneval.dpa/ddp

«
1/1
»

Blick auf die Baustelle der Kölner U-Bahn im letzten Jahr. In der Nähe war das Historische Stadtarchiv eingestürzt. (Foto: dpa)

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Lesen Sie die Ruhr Nachrichten als eZeitung auf dem iPad 2 - beides zusammen ab 19,99 €/ Monat* im Paket.
Zehntausende Jecken tanzen und feiern an Weiberfastnacht in der Kölner Altstadt - ohne zu ahnen, was sich nur wenige Meter weiter in einer unterirdischen Baustelle abspielt. Während Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) mit einem Zylinder auf dem Kopf von einer Karnevalsparty zur anderen zieht, weiß er, dass zeitgleich ein Krisenteam tagt.

80 Prozent der Eisenbügel fehlen

Experten prüfen die Wände in der U-Bahn-Baugrube am Heumarkt, messen und rechnen. Erschreckendes Ergebnis: Es fehlen mehr als 80 Prozent der vorgeschriebenen Eisenbügel, die zur Stabilisierung der Grube notwendig sind. Gut ein Jahr nach dem dramatischen Einsturz des Kölner Stadtarchivs mit zwei Toten herrscht erneut Fassungslosigkeit.

Denn auch wenn die genaue Ursache des Unglücks noch immer nicht feststeht: Als sicher gilt, dass die Baustelle für die neue Nord-Süd- Bahn, die direkt am Stadtarchiv entlangführt, mit dem Einsturz zu tun hatte. Die schrecklichen Bilder vom 3. März 2009, die anstatt des Archivgebäudes plötzlich nur noch einen riesigen Schuttberg und daneben aufgerissene Wohnräume zeigen, sind in den Köpfen der Menschen noch allgegenwärtig.

Ungeahnte Dimensionen

Nach dem Unglück gingen viele Kölner davon aus, dass der komplette Streckenverlauf der geplanten U-Bahn mit ihren sämtlichen Baustellen nun umso genauer überprüft und überwacht würde. Doch erst in dieser Woche fielen die fehlenden Eisenteile auf. Warum nicht vorher? Darauf gibt es bisher keine zufriedenstellende Antwort. Der Pfusch beim U- Bahn-Bau nimmt ungeahnte Dimensionen an. Bauprotokolle sollen gefälscht worden sein.

Zunächst kommt - wohl durch das Geständnis eines Bauarbeiters - heraus: Arbeiter sollen Eisenbügel gestohlen haben, die für die U- Bahn-Baustelle am Einsturzort bestimmt waren und zur Stabilisierung erforderlich sind. Das Metall sollen sie bei einem Schrotthändler zu Geld gemacht haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind die fehlenden Teile jedoch nicht die Ursache für das Archiv-Unglück gewesen.

Daraufhin überprüfen Fachleute auch die Baustelle am Heumarkt - und stellen fest, dass dort zum Teil nur 17 Prozent der vorgesehenen Eisenbügel eingearbeitet wurden. Vorsorglich wird ein Plan zur Evakuierung des Viertels gemacht. Erst am späten Donnerstagabend gibt die Stadt Köln Entwarnung und teilt mit, dass definitiv keine Einsturzgefahr bestehe. Auch die Karnevalszüge könnten wie geplant starten.

Überprüfung versäumt

Doch wie kann es sein, dass das Fehlen der Eisenstangen so lange unbemerkt blieb? Eigentlich müssen zwei unabhängige Fachleute das ordnungsgemäße Einsetzen der Eisenbügel überwachen. Der Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW, Heinrich Bökamp, sagt der dpa am Freitag, die Kölner Verkehrsbetriebe KVB hätten es wohl versäumt, wie vorgeschrieben einen Prüfingenieur mit der Überwachung zu beauftragen. Stattdessen hätten sie das offenbar irgendwie selbst leisten wollen: „Aber wenn 80 Prozent geklaut wurden, kann ich mir nicht vorstellen, dass da eine Kontrolle installiert war“, meint Bökamp.

Der 2004 begonnene U-Bahn-Bau ist vielen Kölnern schon lange ein Dorn im Auge. In mehreren anliegenden Häusern gibt es Risse, die von den Stemmarbeiten herrühren. Und kurz nach dem Unglück beklagte auch der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU), dass sein Schreibtisch im Rathaus - wo die Strecke ebenfalls entlangführt - durch die Bohrarbeiten wackle.



  


Randale im Zug

1

DB-Konzern will Schäden durch Fußball-Fans eindämmen

Die Deutsche Bahn will verstärkt gegen Randale von Fußballfans in Zügen vorgehen.

BERLIN/DORTMUND Züge und Bahnhöfe verkommen neben den Fußballstadien mehr und mehr zum Spielfeld für aggressive Chaoten. Dem will jetzt auch die Deutsche Bahn mit Hilfe eines Fußball-Fan-Gipfels einen Riegel vorschieben. mehr...

LWL-Studie

2

Ärger um Schulbücher: Westfalen als dörfliches Hinterland

So in etwa könnten sich Kinder nach Lektüre ihrer Schulbücher ganz Westfalen vorstellen, fürchtet der LWL nach einer Studie.

Münster Viele Kinder in NRW lernen die westfälische Landeshälfte in ihren Schulbüchern in erster Linie als dörfliches Hinterland kennen. Das ist das Ergebnis einer am Freitag in Münster veröffentlichten Studie. mehr...

Prozess in Essen

3

Jugendfußballer erstochen - 18-Jährigem drohen neun Jahre Haft

ESSEN Die Tat bleibt unfassbar: Vor sechs Monaten wurde in der Essener Innenstadt ein Jugendfußballer erstochen. Tobias G. wurde nur 19 Jahre alt. Jetzt drohen dem Täter viele Jahre Gefängnis. mehr...

"Schiffsverkehr" im Bochumer Stadion

4

Herbert Grönemeyer nimmt Abschied - oder doch nicht?

Herbert Grönemeyer schlug auch manche leisen Töne an.

BOCHUM Herbert Grönemeyer im Bochumer Ruhrstadion, Herbert Grönemeyer zu Hause. Drei Stunden dauerte am Dienstagabend das Konzert, das ihm und gut 25.000 Fans lange im Gedächtnis bleiben wird - und am Mittwoch für gewaltigen Ärger in der Bochumer Stadtverwaltung sorgte. mehr...

Prozess

5

Restaurant-Chefin soll Azubi verletzt haben

gericht teaser

RECKLINGHAUSEN/HERTEN Der Vorwurf ist unglaublich: Die Inhaberin eines Hertener Restaurants soll einem Koch-Azubi immer wieder Heftzwecken in den Hintern gedrückt haben. Jetzt steht sie wegen Körperverletzung vor Gericht. mehr...

Weitere Themen
Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

Die Region erleben

Fußball-EM

Public Viewing in der Region

Wo zwischen Ruhrgebiet und Münsterland die Spiele über die Leinwand flimmern.  mehr...

Lust auf eine Abkühlung? Dann auf ins nächste Freibad!

Übersichtskarte

Freibäder in der Region

Wo geht's zum nächsten Freibad? Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Infos.  mehr...

Lust auf leckere Erdbeeren?

Höfe in der Region

Erdbeeren frisch vom Feld pflücken

Erdbeer-Höfe in der Region, leckere Rezepte und Tipps für den süßen Genuss.  mehr...

Ein absolutes Highlight am Kemnader See: Das Zeltfestival Ruhr. Feiern Sie mit!

Zeltfestival Ruhr

Top Acts auf einen Blick

Größen wie Tim Bendzko, Bükent Ceylan und Boy sind dabei.  mehr...

Sonnencreme nicht vergessen! Sonst kann einem eine kurze Rast schnell zum Verhängnis werden: Böses Erwachen am Abend, wenn der Sonnenbrand schmerzt.

Die schönsten Routen

Radfahren

Diese Touren zwischen Münsterland und Revier machen richtig viel Spaß.  mehr...

Sie möchten wissen, wo in Ihrer Stadt es barrierefreie Orte gibt? Die Website wheelmap.org zeigt diese Orte auf - zum Beispiel auch für Dortmund.

Übersicht im Netz

Rollstuhlgerechte Orte in der Region

Kurz vorgestellt: Die Website wheelmap.org zeigt barrierefreie Orte auf .  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##93330285#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
MünsterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | immo.RuhrNachrichten.de