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Medienhaus Lensing
24.07.2010 21:20 Uhr
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Verkehrskonzept: Überbrückte Straße als tödliches Nadelöhr bei Loveparade

DUISBURG Das Unglück am Rande der Loveparade ereignete sich entlang eines breiten Tunnels, durch den die Teilnehmer auf das Gelände gelangten. „Der Zugang zur Event-Area erfolgt ausschließlich über die offiziellen Eingänge an der Karl-Lehr- Straße“, heißt es auf der Loveparade-Homepage.

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Grafik zur Massenpanik in Duisburg (Grafik dpa)

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Das Verkehrskonzept der Stadt sah vor, die Raver vom nördlich gelegenen Hauptbahnhof Duisburg in zwei Strömen - einer westlich, der zweite östlich - zum weiter südlich gelegenen Partygelände gehen zu lassen.

Im Süden des Geländes führte die von sehr breiten Eisenbahnbrücken überspannte Karl-Lehr-Straße die beiden Besucherströme zusammen und leitete sie dann aufs Gelände. Der Weg unter den Eisenbahnbrücken hindurch wird vielfach als „Tunnel“ beschrieben. Darin haben tausende Menschen Platz. Von der Unterführung geht es im rechten Winkel über Kopfsteinpfalster auf das Gelände. Dort begegneten sich Raver, die zurselben Zeit die Loveparade verlassen beziegungweise besuchen wollten.

Kurz vor dem Unglück hatte die Polizei den zentralen Zugang zu dem überfüllten Gelände gesperrt und Teilnehmer aufgefordert, zum Bahnhof Duisburg zurückzugehen: „Das Veranstaltungsgelände ist zur Zeit wegen Überfüllung geschlossen.“ Die Beamten baten die Teilnehmer, zurück in Richtung Hauptbahnhof zu gehen. Damit mussten viele Menschen zurück in Richtung Tunnel. Fernsehbilder zeigen, dass die Teilnehmer dicht an dicht gedrängt durch die Unterführung laufen mussten.

Im Kurznachrichtendienst „Twitter“ war mit Blick auf den Tunnel schon vor der Veranstaltung von einer „Falle“ die Rede.
Zwischen den Brücken über die Straßen gibt es einige Lücken - womöglich brach die Panik aus, als Menschen versuchten, über eine geöffnete Treppe in diesem Bereich zu entkommen.



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