Holländer fliegen mit Borussia-Biene um die Welt
AMSTERDAM/SÜDLOHN Die Holländer sind schuld, wenn Borussia Dortmund Pech hat. Am Mittwoch haben sie es zugegeben: Triumphierend titelte „De Telegraaf“, die größte Boulevardzeitung des Königreichs: „Niederländische Piloten nehmen Deutsche auf die Schippe: Clubmaskottchen gestohlen“.
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Weißes Haus in Washington
Da sind auch die bunten Emma-Karten kein Trost, die inzwischen im Lokal „Hemmer-Robers“ ausgestellt sind: Emma vor dem Weißen Haus in Washington, in das demnächst Barack Obama einzieht. Emma auf dem Sunset Strip in Las Vegas. Emma in Irland, Panama, Indonesien und Mexiko, auf den Azoren und auf Kuba. „Wir dachten inzwischen schon ernsthaft, das Ganze sei ein Coup von Schalke 04“, berichtet Steverink. „Schließlich waren in der betreffenden Nacht tatsächlich zwei Schalker in unserem Lokal.“
Schon wenige Tage danach war ein Brief von Emma eingetroffen: „Ich will neue Menschen kennenlernen und Spaß haben. In einem Jahr bin ich zurück.“ Auslandstouren liebenswerter Figuren sind in Mode gekommen, seit der französische Filmregisseur Jean-Pierre Jeunet 2001 in „Die fabelhafte Welt der Amélie“ einen Gartenzwerg um den Globus schickte. An den dürften die niederländischen Entführer gedacht haben.
HSV-Dinosaurier Hermann
Wie andere deutsche Fußballclubs auf die Aktion reagieren, bleibt abzuwarten. Potenziell entführungsgefährdete Maskottchen haben viele: So lieben Fans des Hamburger SV ihren Dinosaurier Hermann. Anhänger von Hertha BSC hoffen auf den Bären Herthino als Glücksbringer, genau wie 1899 Hoffenheim auf seinen Elch Hoffi, Eintracht Frankfurt auf Attila, den Adler, oder Bayer Leverkusen auf Brian, den Löwen. Doch für Borussia-Fans sind die denkbaren Sorgen anderer Clubs derzeit kein Trost. Zumal sie nun aus der niederländischen Presse erfuhren, wie leicht es war, Emma ins Ausland zu bringen.
Königliche Luftwaffe
Der Hobby- Flieger Jerome van der Schaar, so berichtete „De Telegraaf“, habe die Biene mit seiner alten Yak-52 von Südlohn nach Eindhoven geflogen. Dort habe er sie bei Piloten der Königlichen Niederländischen Luftwaffe zurückgelassen, die Emma sogar in ihren F-16-Kampfjets mitgenommen hätten.
Spielergebnisse
Wer genau allerdings inzwischen in welchen Flugzeugen und mit welchen Zielen Emma im Gepäck hat, enthüllte „De Telegraaf“ vorerst nicht. Schließlich soll die Weltreise der Biene noch eine Weile andauern. Zumal auf die Spielergebnisse Borussias künftig auch noch viel mehr Holländer achten dürften.









