Medienhaus Lensing
24.03.2009 17:35 Uhr
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Eurobahn: Wir sind wieder pünktlicher

HAMM Nach Anlaufschwierigkeiten in den Wintermonaten sieht sich der private Bahnbetreiber „eurobahn“ auf einem guten Weg. 100 Tage nach dem Start liege die Pünktlichkeit auf den Strecken nach Münster, Dortmund, Hamm, Paderborn und Bielefeld derzeit bei 90 Prozent.Von Uwe Becker


Zugausfälle auf freier Strecke, klemmende Türen und Trittbretter, Grafitti-Schmierereien – die ersten Tage der eurobahn auf den Schienen des Hellweg-Netzes waren nicht das, was sich Betriebsleiter Stefan Bennemann vorgestellt hatte. Mittlerweile aber laufe es rund, sagte er gestern bei der Bilanz der ersten 100 Tage.

Das sehen auch die Vertreter der Zweckverbände Ruhr-Lippe (ZRL) und Münsterland (ZVM) so, die gemeinsam mit drei anderen Verbänden der eurobahn nach einer Ausschreibung das Hellweg-Netz mit 5,6 Millionen Zugkilometern übertragen hatten. Rekord für einen Privatanbieter.

"Anlaufschwierigkeiten hat jeder Betreiber"

„Die Kunden sind zufrieden“, hat Thomas Ressel vom ZRL festgetellt: „Anlaufschwierigkeiten hat jeder Betreiber.“ In diesem Fall lag die Schuld beim Zug-Hersteller. Im harten Winter versagte in mehreren Fällen die Stromversorgung – oft auf offener Strecke: „Die Firma arbeitet noch an einer Lösung“, so Bennemann. Für Türen und Trittbretter sei sie gefunden. Auch die große Beliebtheit der weiß-gelben Züge bei Grafitti-Schmierern sei so nicht abzusehen gewesen: „Wir bemühen uns, die Wagen sofort zu reinigen. Allerdings sind die Kapazitäten in den Waschanlagen der Bahn begrenzt, unsere Anlage steht noch nicht zur Verfügung.“

Ein schwerer Schlag war die Kollision von zwei eurobahn-Zügen im Februar. Die sind immer noch in Reparatur. Auf der Strecke zwischen Dortmund und Münster (über Lünen und Werne) ist deshalb zu bestimmten Zeiten nur ein Wagen statt des vorgesehenen Zweier-Gespanns unterwegs. Dies wird Ende Juni enden. Dann bekommt die eurobahn zu ihren 25 weitere 18 Züge dazu, denn sie übernimmt von der Bahn das Maas-Rhein-Lippe-Netz mit 3,3 Millionen Zugkilometern.

Verbände zufrieden mit Krisenmanagement

Pannen wie die beim ersten BVB-Spiel, wo die Züge total überfüllt waren und zu selten fuhren, soll es dann nicht geben. Die Verbünde sind mit dem Krisenmanagement bislang zufrieden. „Solche Fehler wurden schnell abgestellt“, so Thomas Ressel. Fehlende Lautsprecherdurchsagen bei Verspätungen und Zugausfällen lastet er der DB an. Insgesamt liege die Pünktlichkeit der eurobahn bei rund 90 Prozent. Die Bahn habe manchmal nicht mal 75 Prozent geschafft.


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