Widerstand wächst
Gasbohrungen in NRW
Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte. mehr...
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NRW Plüschkostüme, Plastikcapes und Warmschunkeln: Gegen Schmuddelwetter kennen Karnevalsjecken ein paar wirksame Rezepte. An Weiberfastnacht übernahmen die Narren das Regiment in den Städten. Vor allem Frauen stürmten die Rathäuser.
Die Jecken beginnen heute den Straßenkarneval. Foto: Oliver Berg/Archiv (Foto: dpa)
Vom Schmuddelwetter lassen echte Jecken sich nicht abschrecken: Fröhlich und ausgelassen haben Zehntausende an Weiberfastnacht in den rheinischen Karnevalshochburgen den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Getreu dem Namen Weiberfastnacht hatten am Donnerstag überwiegend die Frauen das Sagen. Vielerorts stürmten sie mit Scheren bewaffnet die Rathäuser und schnitten den Männern die Schlipse ab.
Attacke auf das Rathaus
In Düsseldorf versammelten sich die „Möhnen“ - die „alten“ Frauen - pünktlich um 11.11 Uhr zur Attacke auf das Rathaus. Gruppen aus Fliegenpilzen, Blumenwiesen und Froschköniginnen drängelten sich vor dem Eingang, als Venetia Anke symbolisch die Macht übernahm. In kleine Gruppen stürmten die Frauen durch die enge Türe des Rathauses.
In Bonn-Beuel griffen die Waschweiber an. Und in Köln führt von jetzt an das Dreigestirn das Regiment. Der Aachener Prinz Rainer I. hatte schon am Vorabend das Rathaus im Handstreich erobert. Bei einer Ratssitzung übernahm er die Macht über die alte Kaiserstadt und ließ sich dafür von seinem Volk auf dem Marktplatz feiern.
In vielen Hochburgen war den ganzen Tag über Bühnenprogramm im Freien. In Billerbeck etwa feierte Schlagerstar Jürgen Drews mit den Jecken. In Köln traten bekannte Musikgruppen wie die Höhner auf und sorgten für Stimmung unter den Zuschauern. Einige Gäste waren extra von weit her angereist. „Wir sind schon seit halb fünf unterwegs“, sagte zum Beispiel die als Biene verkleidete 29-jährige Yvonne, die mit ihren Freundinnen aus Baden-Württemberg gekommen war.
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