Widerstand wächst
Gasbohrungen in NRW
Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte. mehr...
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Düsseldorf (dpa/lnw) Bei der größten Tempo-Kontrollaktion in Nordrhein-Westfalen sind am Freitag mehrere Autofahrer trotz Vorwarnung mit Vollgas in die Radarfallen gefahren. In Duisburg sei ein Fahrer mit Tempo 100 unterwegs gewesen, obwohl nur 50 Stundenkilometer erlaubt
Die Kontrollaktion begann trotz klirrender Kälte. Foto: Horst Ossinger/Archiv (Foto: dpa)
waren, berichtete das NRW-Innenministerium am Freitag. Ein anderer Chauffeur raste innerorts in Düsseldorf mit 95 Stundenkilometern durch eine Kontrolle.
Allgemein zeigten sich die Verkehrsteilnehmer aber diszipliniert. Der «Blitz-Marathon» war als Reaktion auf die wieder gestiegene Zahl von Verkehrstoten breit angekündigt worden. «Die Autofahrer sind merkbar sensibel», berichtete ein Sprecher des Innenministeriums. Von 6.00 Uhr an überwachte die Polizei im ganzen Land die Geschwindigkeit. Polizei und Kommunen wollten 24 Stunden lang mit 3000 Beamten an insgesamt 1400 Orten kontrollieren. Das Innenministerium hat eine Liste mit den Messstellen veröffentlicht.
Der Dauerfrost sollte kein Hindernis für die Radarkontrollen sein. Es gebe genügend Radarmessgeräte in Streifenwagen, die auch bei Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius funktionieren, hatte Innenminister Ralf Jäger (SPD) versichert. Das Landesamt für polizeiliche Dienste hatte die Beamten zuvor darauf hingewiesen, dass Tiefsttemperaturen die Einsatzfähigkeit der Blitzer beeinträchtigen könnten.
Jäger hat den «Blitz-Marathon» als Reaktion auf die erstmals seit Jahren im vergangenen Jahr wieder gestiegene Zahl von Unfalltoten in Nordrhein-Westfalen angeordnet. «Ziel unserer Aktion sind nicht mehr Knöllchen, sondern weniger Verkehrstote», betonte er.
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