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Glücksmomente 2010
Beziehungen
Die Phasen der Liebe
am 5. Februar 2010 16:48 Uhr
Das Kribbeln im Bauch hat nachgelassen? Langsam gehen Ihnen die Macken Ihres Partners auf den Keks? Völlig normal! Welche Phasen eine Partnerschaft durchläuft und wann man doch besser einen Schlussstrich ziehen sollte, verraten wir Ihnen hier.
Jeder Zehnte fühlt sich in Partnerschaft nur zweite Wahl
Füßeln in harmonischer Zweisamkeit ist in einer wirklich guten Beziehung nicht jeden Tag angesagt. Zu viel Perfektion ist ungesund.
Db Driessen (dpa)
Phase 1: Schwärmerei

Da flattern die Schmetterlinge im Bauch: Sie könnten die ganze Welt umarmen und laufen mit einem Dauergrinsen durch die Gegend. Sie möchten mit Ihrem Partner auf eine einsame Insel segeln und sich dort den Genüssen der Liebe hingeben.

Verantwortlich für Ihren Höhenflug ist ein biochemischer Prozess: Verliebte haben einen hohen Dopaminpegel, der als Botenstoff auf das Belohnungszentrum im Gehirn wirkt. Wie bei anderen Drogen auch gewöhnt sich der Körper an den Pegel.

Vermeiden Sie jetzt einen ganz entscheidenden Fehler: Erwarten Sie nicht, dass die Schmetterlinge auf ewig so weiterflattern werden! Die erste Verliebtheit hat nichts mit dem Grundempfinden in einer Partnerschaft zu tun.

Phase 2: Erwartungen

Immer sind Sie es, der die schmutzige Wäsche wegräumt. Und Ihr Schatz hat nie ein offenes Ohr für Ihre Probleme! In jeder Partnerschaft kommt die Phase, in der sich bestimmte Rollenmuster ausbilden. 
Na, stecken Sie in einer Rolle fest, die Sie eigentlich gar nicht haben wollten? Und wann haben Sie das letzte Mal etwas für sich getan? Haben Sie ständig das Gefühl, zu kurz zu kommen?

"Wir" mögen keine Diskoabend, "wir" essen gerne Lasagne, "wir" gucken gerne Quizshows im Fernsehen....
Und wo sind Sie? Was sind Ihre Bedürfnisse?

Wenn Ihnen diese Sätze aus dem Herzen sprchen, hilft nur noch eins: Offenheit! Probleme aufdecken und das Verhalten des anderen auch mal kritisieren. Nur auf die Form der Kommunikation kommt es dabei an:

Ist genügend Liebe im Spiel, wird der Partner verstehen, und Sie können gemeinsam nach einem Kompromiss suchen.
  
Phase 3: Machtkampf

Mein Gott, warum muss er immer so schrecklich viel reden, wenn Freunde zu Besuch sind? Und wieso jammert sie ständig über ihren angeblich zu dicken Hintern?

In dieser Phase trennen sich die meisten Paare. Die gute Nachricht lautet also: Wenn Sie das jetzt überstehen, sind Sie über den Berg. Die Frage ist nur, wie das geht.

Gehen Sie Probleme konstruktiv an! Erinnern Sie sich an die guten Seiten Ihres Partners, hören Sie auf, nur Forderungen zu stellen. Der andere ist ja schließlich auch nur ein Mensch, und Ihre Macken sollten Sie ebenfalls nicht unter den Tisch kehren. Vermeiden Sie Vorwürfe, besser ist ein gut formulierter Wunsch nach Veränderung.

Liebe ist ein zartes Pflänzchen, das Sie täglich gießen sollten.  
 
Phase 4: Das verflixte 7. Jahr

Ob mit Ehering oder nicht: Jetzt stehen Entscheidungen an. Allmählich wird Ihnen klar: Eine Partnerschaft ist mit Einschränkungen verbunden, es bringt nichts, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Kompromisse gehören zum Alltag.

Wünschen Sie sich manchmal zurück auf Anfang? Sie wissen kaum noch, wie sich das Flattern der Schmetterlinge angefühlt hat? Und manchmal schauen Sie anderen Frauen hinterher, flirten ein wenig mit dem Nachbarn.
Also, entscheiden Sie: Ist die Liebe zu Ihrem Partner groß genug? Dann wird auch weiterhin zu Haus gegessen!

Das ewige Verliebtsein gibt es nicht. Man landet ganz automatisch im verflixten 7. Jahr, Monat oder Tag. Jetzt gilt es, zwischen all der Routine und dem Alltagstrott Neues zu entdecken, den Partner zu überraschen.

Beziehung ist immer auch mit harter Arbeit verbunden. Aber es lohnt sich.
 
 
Phase 5: Versöhnung

Na, wenn Sie hier noch weiterlesen, haben Sie sich wacker geschlagen. Ihre Beziehung schon durch so manchen Wirbelsturm gelenkt.

Ausruhen gibt es nicht. Sie sind eine Runde weiter im ewigen Auf und Ab der partnerschaftlichen Beziehung. Auch wenn jetzt vielleicht eine ruhigere See vor Ihnen beiden liegt.

Jetzt ist es wichtig, Gemeinsamkeiten zu betonen und die neu gewonnene Harmonie zu genießen.
 
In dieser Phase gibt nur eine Gefahr: dass man sie überspringt. Denn die Liebe und ihre Phasen sind kein linearer Zeitstrahl mit einem Anfang und einem Ende. Immer wieder kommt es zu Kämpfen und zu Versöhnungen.

Und immer wieder stellt man sich grundsätzlichen Problemen. Was, wenn der Partner sich beruflich neu orientiert, die Stadt oder gar das Land verlassen will? Dann können Sie aus den Erfahrungen schöpfen und die anstehenden Fragen mit der Gewissheit lösen: Wir sind füreinander da und schaffen das.
 
Phase 6: Akzeptanz
Das Ende vom Liebeslied oder Liebesleid? In dieser Phase haben Sie schon mal alles durchgekaut: Sie haben sich geliebt, angeschrien und wieder versöhnt. Sie kenne die Schwächen des anderen und können mittlerweile damit umgehen, wenn die Dreckssocken wieder mal im Flur rumliegen.

Und ganz entscheidend: Sie kennen nun auch Ihre eigenen Ängste, aber auch Wünsche sowie Ihre Fähigkeiten, Probleme zu lösen und zu kommunizieren.

Diese gewonnene Stabilität in der Zweisamkeit ist der Beginn von etwas Neuem. Glückwunsch: Sie haben gemeinsam ein festes Fundament errichtet, auf dem Sie möglicherweise gemeinsam alt werden könnten. Jedes Paar wächst eben an seinen Aufgaben. Weiter so!
 
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