Still-Leben: Stadtbücherei veröffentlicht ein zehn Meter langes Gedicht von der A40
BOCHUM Exakt 109 Menschen haben ihre Zeilen verewigt, am Tisch der Stadtbücherei Bochum beim Stillleben. Das längste Gedicht der A40 und das vielleicht längste Gedicht der Welt hängt ab sofort in den Räumen der Stadtbücherei für etwa zwei Wochen aus.
Die ,Schriftrolle' hängt in der Bücherei von der Decke bis zum Boden. (Foto: Jan Michels)
Internationales Projekt
Einige grobe Themen waren vorgegeben: Die A40, die Kulturhauptstadt, die Bücherei. Den Leuten fiel so viel ein, dass am Ende über zehn Meter Gedicht herumkamen.
In verschiedenen Sprachen: rumänisch, chinesisch, japanisch, sogar eine Transkription aus dem Bengalischen, einer Sprache Indiens – ein internationales Projekt.
Was soll mit dem Gedicht passieren?
Die A40 bekam natürlich ein wenig ihr Fett weg. Folgende Zeilen fielen einem Schreiber ein: „Die A40 macht nicht immer Spaß, und am Rand wächst kaum noch Gras. Heute aber ist die Autobahn toll, trotzdem ist sie, wie immer, voll.“
Was mit dem Gedicht passiert, wenn es wieder abgenommen wird, steht noch nicht fest. Aber Waltraud Richartz-Malmede, stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei, verspricht: „Weggeworfen wird es auf keinen Fall“.









