3300 Messstellen: Blitz-Marathon - In ganz NRW wird die Geschwindigkeit kontrolliert

NRW Beim landesweiten Blitz-Marathon in Nordrhein-Westfalen sind heute (4. Juni) 3500 Beamte an 3300 Messstellen im Einsatz. Seit 6 Uhr wird wieder 24 Stunden lang an Gefahrenstellen die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmern gemessen. Es ist die vierte derartige Aktion in NRW.

  • Polizeioberkommissar Achim Jassin erklärt einem Autofahrer, dass er gerade zu schnell unterwegs war. Das Display der Laserpistole zeigt die Geschwindigkeit noch an - 65 km/h statt den erlaubten 50.

    Polizeioberkommissar Achim Jassin erklärt einem Autofahrer, dass er gerade zu schnell unterwegs war. Das Display der Laserpistole zeigt die Geschwindigkeit noch an - 65 km/h statt den erlaubten 50. Foto: Benedikt Reichel

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie für mehr Verkehrssicherheit auf dem richtigen Weg sind. Mit dem Blitz-Marathon schärfen wir das Bewusstsein der Menschen für die Gefahren von zu schnellem Fahren“, betonte Innenminister Ralf Jäger (SPD). An normalen Kontrolltagen fahren bis zu acht Prozent der Autofahrer zu schnell. Beim ersten Blitz-Marathon fuhren dagegen lediglich vier Prozent und beim zweiten und dritten sogar nur noch drei Prozent der Autofahrer zu schnell. Bei den vergangenen drei landesweiten Blitz-Aktionen wurden mehr als zwei Millionen Autofahrer überprüft, 63.000 Raser fielen dabei trotz der Vorankündigung durch zu schnelles Fahren auf. 700 von ihnen bekamen ein Fahrverbot.

Auch Radfahrer im Fokus

Die Beamten sollen einen Schwerpunkt auf den Schutz von Radfahrern legen. „Rasen, zugeparkte Radwege und Abbiegen, ohne auf Andere zu achten gefährden gerade in den Städten die Radfahrer“, sagte Jäger. Doch auch den Radfahrern selbst soll die Polizei deutlich machen, dass das Einhalten von Regeln sie schützt. Die Hälfte der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt seien, verursachen sie selber, hieß es. 2012 starben nach Informationen des Innenministeriums 81 Radfahrer bei Unfällen. Das ist im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 17 Prozent.
    
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) verspricht sich vom Blitz-Marathon dagegen keine langfristigen Erfolge. „Man wird für einige wenige Tage sein Tempo reduzieren und sich an die Regeln halten, vielleicht dann noch eine Woche danach“, sagte VCD-Sprecherin Anja Smetanin in Berlin in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Aber dann werde man das Tempo wieder anziehen und es komme zu keinen langfristigen Verhaltensänderungen. „Es ist ganz klar: Es muss kontrolliert werden, es wird momentan zu wenig kontrolliert, aber es muss regelmäßig kontrolliert werden und nicht nur an einem Tag.“

Generelles Tempolimit

Der Verein macht sich für ein generelles Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf Autobahnen und Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts stark. „Momentan haben wir sehr viele unterschiedliche Tempi-Angaben, sei es an der Autobahn, Landstraße, innerorts. Das wechselt sehr häufig und damit entsteht auch Unklarheit.“ Mit Tempo 30 würden alle Verkehrsteilnehmer mehr Übersicht bekommen und sich gegenseitig besser wahrnehmen. Damit werde die Verkehrssicherheit erhöht. „Der Anhalteweg von Pkw verkürzt sich enorm. Damit können Unfälle vermieden werden. Wenn es dennoch zu einem Unfall kommt, sind die Schäden wesentlich geringer. Das gilt genauso für das Tempolimit auf Autobahnen.“
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Autor
dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Juni 2013, 15:03 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Dezember 2013, 12:37 Uhr