Neuer U-Bahn-Tunnel: keine Straßenbahn mehr in Dortmunder City

DORTMUND Bahnfreie Innenstadt: Am Sonntag wird ein neuer U-Bahn-Tunnel in der Dortmunder City eröffnet. Die Straßenbahn wird dadurch komplett verschwinden. Der öffentliche Nahverkehr rollt nur noch unterirdisch.

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  • Die U43 und die U44 werden in Zukunft unterirdisch fahren. Eine der Haltestelle ist auch das Westentor.

    Die U43 und die U44 werden in Zukunft unterirdisch fahren. Eine der Haltestelle ist auch das Westentor. Foto: Menne

  • Ab kommenden Sonntag verkehren sechs der neuen NGT 8-Wagen auf der dann eröffneten Ost-West-Strecke mit dem Tunnel unter der Kampstraße.

    Ab kommenden Sonntag verkehren sechs der neuen NGT 8-Wagen auf der dann eröffneten Ost-West-Strecke mit dem Tunnel unter der Kampstraße. Foto: Aloys Reminghorst

Das waren noch Zeiten: Rauchende Industrieschlote, riesige Vergnügungspaläste. Im Dortmunder Untergrund werden sie jetzt wieder lebendig. Historische Ansichten schmücken die Wände von drei neuen U-Bahn-Stationen, an denen am Sonntag zum ersten Mal die Rolltore hochgehen – zum Start der letzten Stadtbahnstrecke durch die Dortmunder Innenstadt.

„Wir wollen mit der Gestaltung der Bahnhöfe Identifikation mit dem Ort und der Dortmunder Geschichte schaffen“, erklärt der Leiter des Dortmunder Stadtbahnbauamtes Otto Schließler das Konzept.

Ost-West-Tunnel wird eröffnet

Inzwischen ist aber auch die Stadtbahn selbst ein Stück Stadtgeschichte. „Eine Stadt fährt in die Zukunft“ hieß das Motto als der Rat der Stadt vor fast 40 Jahren, im September 1968, den Bau des Stadtbahn-Netzes beschloss. Der Ost-West-Tunnel, der am Sonntag eröffnet wird, ist das letzte große Teilstück in der Innenstadt. Der Stadtkern ist damit komplett „bahnfrei“.

198,8 Millionen Euro hat der neue, 3,5 Kilometer lange Tunnel gekostet, an dem sich Land und Bund finanziell beteiligen. Dazu kommen noch einmal 100 Millionen Euro, die das städtische Verkehrsunternehmen DSW 21 in eine neue Fahrzeugflotte steckt. So genannte Niederflurbahnen mit ebenerdigem Einstieg sollen nach und nach die gewohnten Dortmunder Bahnen ablösen. Auch hier starten die ersten am Sonntag.

Nur der Auftakt zu weiteren Umbauten

Und es soll weiter investiert werden. Denn die Stadt nutzt das Verschwinden der Bahn in den Tunnel für einen grundlegenden Umbau der Ost-West-Achse durch die City. Die Kampstraße, in der bislang die Schienen verlaufen, soll in den nächsten sieben Jahren zu einem Boulevard umgebaut werden – mit neuer Fußgängerzone, Wasserspielen, Veranstaltungsplätzen und Gastronomie.

Neuer Stadtplatz am Westrand der City 
 
Am Westrand der City entsteht außerdem ein neuer großer Stadtplatz, um das „Dortmunder U“ mit dem Stadtzentrum zu verbinden. Der Turm der früheren Union-Brauerei soll sich bekanntlich bis zum Kulturhauptstadt-Jahr 2010 in ein Kreativ- und Kulturzentrum mit Museum und Ausstellungsflächen verwandeln. Die Fahrt in die Zukunft geht weiter …
 
    
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Autor
Oliver Volmerich
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    25. April 2008, 17:00 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Dezember 2013, 13:07 Uhr