US-Schausspielerin: Angst vor Krebs: Angelina Jolie ließ sich Brüste abnehmen

New York/Berlin Es ist ein mutiger Schritt in die Öffentlichkeit: Angelina Jolie hat sich aus Angst vor Krebs die Brüste entfernen lassen und berichtet offen und ausführlich von ihrer Entscheidung.

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  • Angelina Jolie hat sich beide Brüste amputieren lassen. Foto: Nabil Mounzer

    Angelina Jolie hat sich beide Brüste amputieren lassen. Foto: Nabil Mounzer

  • Die US-Schauspielerin Angelina Jolie ließ sich vorsorglich beide Brüste amputieren.

    Die US-Schauspielerin Angelina Jolie ließ sich vorsorglich beide Brüste amputieren. Foto: dpa

Sie trage ein Gendefekt in sich und sei deshalb anfällig für eine Krebserkrankung. Inzwischen seien ihre Brüste mit Hilfe von Implantaten rekonstruiert worden. „Ich fühle mich nicht weniger als Frau“, schreibt der Hollywood-Star, dessen Mutter mit 56 Jahren an Krebs gestorben war. 

„Meine Ärzte vermuteten, dass bei mir das Risiko für Brustkrebs bei 87 Prozent und Eierstockkrebs bei 50 Prozent liegt, auch wenn das Risiko von Frau zu Frau unterschiedlich ist“, erklärt Jolie. „Als ich mich der Realität stellte, habe ich entschieden, proaktiv zu werden und das Risiko so gut es geht zu minimieren.“ 

"Die richtige Entscheidung"

Ihr Verlobter, der Schauspielerin Brad Pitt (49), habe sie in der schweren Zeit unterstützt und sei bei allen Operationen in einer Brustkrebs-Klinik in Beverly Hills dabei gewesen. „Wir wussten, dass es die richtige Entscheidung für unsere Familie ist und dass es uns näher zusammenbringt. Und das hat es.“ Durch die Amputation habe sie das Brustkrebsrisiko auf 5 Prozent gesenkt. 

    

Das Paar hat drei gemeinsame und drei adoptierte Kinder im Alter von vier bis elf Jahren: „Ich kann meinen Kindern jetzt sagen, dass sie keine Angst haben müssen, mich an den Brustkrebs zu verlieren“, erklärte Jolie. Für sie sei sie dieselbe „Mummy“, wie zuvor. „Sie können meine kleinen Narben sehen, das ist alles.“ 

Normal weitergearbeitet

In dem Zeitungsartikel mit dem Titel „Meine medizinische Entscheidung“ berichtet Jolie ausführlich von den Prozeduren und Operationen über einen Zeitraum von drei Monaten. „Du wachst mit Kanülen und Expandern in deinen Brüsten auf. Das ist wie in einem Science-Fiction-Film“. Nach dem letzten Eingriff Ende April habe sie ganz normal weiterarbeiten können. 

Sie wollte nun offen darüber sprechen, in der Hoffnung, damit anderen Frauen in dieser Situation zu helfen: „Heutzutage kannst du durch einen Bluttest herausfinden, ob du besonders anfällig für Brust- oder Eierstockkrebs bist und entsprechend handeln.“ 

In den vergangenen Jahren hatten mehrere prominente Frauen das Thema Brustkrebs in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Sängerinnen Sheryl Crow, Anastacia und Kyle Minogue hatten über ihre Krebsdiagnose berichtet. Sie wurden erfolgreich operiert. 

 

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Autor
dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    14. Mai 2013, 10:53 Uhr
    Aktualisiert:
    14. Mai 2013, 20:54 Uhr
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