Überschwemmungen: Hochwasser fordert mehrere Todesopfer in Europa

BERLIN/WIEN Geräumte Häuser und Innenstädte unter Wasser - auch in Österreich und Tschechien hat das Hochwasser enorme Schäden angerichtet und Menschen getötet. Bei den Überschwemmungen nach starkem Dauerregen starben seit Sonntag allein in Tschechien vier Männer und eine Frau. Die Lage in den betroffenen Ländern im Überblick:

  • Hochwasser am Inn in Österreich.

    Hochwasser am Inn in Österreich. Foto: dpa

TSCHECHIEN: Landesweit mussten mehr als 6400 Menschen nach Angaben der Feuerwehr ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Zahl der Toten stieg seit Sonntag auf fünf. Im Riesengebirge etwa fanden Rettungskräfte in der Nacht auf Montag im Fluss Upa die Leiche eines Mannes. Östlich von Prag ertrank ein 82-jähriger Rentner in den Fluten eines Baches. Vier Wassersportler wurden noch vermisst. 

In Prag hatte die Feuerwehr mobile Hochwasserbarrieren errichtet, um die Altstadt zu schützen. Die Stadt ging davon aus, dass diese einem Jahrhunderthochwasser standhalten könnten. Der U-Bahn-Verkehr im Zentrum der Millionenstadt wurde aus Sicherheitsgründen eingestellt.

ÖSTERREICH: In vielen Landesteilen löste das Hochwasser katastrophale Zustände aus. Zugverbindungen waren gesperrt, Innenstädte standen unter Wasser. In Tirol entgleiste in der Nacht zu Montag am Brenner ein Zug, weil eine Schlamm- und Gerölllawine die Gleise verschüttete. Zwei Menschen starben bisher durch die Wetterlage, zwei weitere wurden vermisst. 

SCHWEIZ: In der Schweiz hat sich die Lage am Montag weiter entspannt. Nachdem die schweren Regenfälle Sonntagmorgen aufhörten, konnten die meisten Kantone Entwarnung geben und mit den Aufräumarbeiten beginnen. Im Kanton war möglicherweise ein Todesopfer zu beklagen: In der Ortschaft Kaltbrunn riss ein Bach in der Nacht zum Samstag einen 72-jährigen Mann mit, der zunächst nicht gefunden werden konnte.

SLOWAKEI: Die Hauptstadt Bratislava bereitet sich auf die nahende Donau-Flutwelle vor. Der slowakische Wetterdienst rief die höchste Warnstufe aus. Der Schiffsverkehr auf der Donau wurde eingestellt. 
 
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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Juni 2013, 18:06 Uhr
    Aktualisiert:
    3. Juni 2013, 18:06 Uhr