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Medienhaus Lensing
17.09.2011 06:06 Uhr
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400.000 Menschen in Dadaab: Die Lage im Flüchtlingslager wird jeden Tag schlimmer

DADAAB Dadaab ist mittlerweile weltweit ein Synonym für Not und Elend. Aber auch für Hoffnung. Dadaab ist das größte Flüchtlingslager der Welt. Im Nordosten Kenias, etwa 100 Kilometer entfernt von der somalischen Grenze, werden hier in einem Komplex von drei Lagern mittlerweile etwa 400.000 Flüchtlinge versorgt.Von Uwe Becker

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Norbert Steiner ist Geschäftsführer des Weltnotwerks der KAB. Foto privat (Foto: privat)

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Sie sind geflüchtet, weil sie hungern und Schutz vor Krieg, Gewalt und Vertreibung suchen. Seit die Weltgemeinschaft spendet, ist die Lage zwar besser geworden, dennoch gibt es noch viel zu tun.

Genau hier soll ein großer Teil Ihrer Spendengelder, liebe Leserinnen und Leser, Not lindern helfen. An unserer Seite steht ab sofort das mit dem Spendensiegel versehene „Weltnotwerk“ der KAB, mit dem gemeinsam wir schon auf Sri Lanka vielen Menschen schnell und vor allem dauerhaft helfen konnten, die sich jetzt selbstständig versorgen und in guten, Tsunami-sicheren Häusern wohnen.

Die Seuchengefahr steigt

„Die Lage in Dadaab wird jeden Tag schlimmer. Mittlerweile ist der erste Regen gefallen, und was manchen als ein Zeichen der Hoffnung erscheinen könnte, verschärft die Situation zusätzlich“, sagt Norbert Steiner, Geschäftsführer des Weltnotwerks. Denn im verschmutzten Wasser gedeihen Keime, es drohen Cholera und andere Seuchen: „Wir werden jetzt schnell handeln“, so Steiner. Bereits nächste Woche soll die Hilfe anrollen.

Das Ziel: In einem weiteren Lager Bedingungen für ein Überleben zu schaffen. Dazu allerdings bedarf es starker Hände in Form von Partnern: „Wir sind mittlerweile vor Ort gut vernetzt und können das stemmen“, sagt Steiner. Aber er sagt auch: „Die schnelle Soforthilfe wird nicht reichen, Familien dauerhaft das Flüchtlingsschicksal zu ersparen. Ein verbessertes Wassermanagement, das Trinkwasser für Mensch und Vieh sichert, ist dabei von zentraler Bedeutung.“

Außerdem helfen wir hungernden Familien, die noch in ihren Dörfern im Osten Kenias leben. All das kann mit relativ wenig Geld geleistet werden. 250 Familien, die dringend Hilfe benötigen, hat die Partnerorganisation der KAB, das Christian Workers Movement (CWM), vor Ort bereits ausgeguckt. „Brunnenbau, Wasserzufuhr und landwirtschaftliche Beratung sind Maßnahmen, an die wir vermehrt denken müssen, wenn den Familien erneuter Hunger erspart werden soll“, sagt er.

Um den genauen Bedarf festzustellen und zu klären, wie langfristig solchen Katastrophen vorgebeugt werden kann, soll eine Delegation aus Mitarbeitern des Weltnotwerks und unserer Zeitung voraussichtlich Ende Oktober nach Kenia aufbrechen. Die akute Hilfe wird aber bereits nächste Woche auf den Weg gebracht. Zunächst einmal gilt es, allen Spenderinnen und Spendern zu danken.


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