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Medienhaus Lensing
13.11.2009 13:27 Uhr
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Der Volksmund meint: Freitag der 13. - Unglückstag oder Aberglaube?

Heute ist der 13. - Freitag der 13. In vielen Köpfen ein Unglückstag. Doch stimmt es, was der Volksmund so behauptet? Ist Ihnen bereits ein Missgeschick widerfahren? Haben Sie verschlafen, sich den Kaffee über die Hose gekippt oder gar eine Schramme in Ihr Auto gehauen? Halten Sie den Volksmund für eine valide Quelle oder bewerten Sie derartigen Aberglauben als ausgemachten Schwachsinn?Von Bastian Schlange

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Die Zahl 13 wird seit langem als Unglücksbote gedeutet, im Volksmund hieß sie früher "Dutzend des Teufels". (Foto: dpa)

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In Neuseeland rammte heute ein Linienbus in die Fassade einer Polizeistation. Ein Exhibition hatte sich zuvor in dem gefüllten Bus nackt ausgezogen, eine Frau fing daraufhin hysterisch zu schreien an, Panik brach aus.

Der Busfahrer - nicht dumm - steuerte die nächste Polizeiwache an und verriegelte die Türen, damit der Sittenstrolch nicht abhauen konnte. Schade nur, dass der Fahrer in den Tumult die Gangschaltung vergaß, die immer noch eingelegt war, und so krachte der Bus direkt in die Fassade der Wache. Nur Zufall oder ein unvermeidliches Unglück an einem Freitag den 13.?

Der Mensch macht sein Unglück selbst

Psychologen benutzen gern den Begriff der "self-fulfilling prophecy" (selbsterfüllende Propezeiung). Wenn jemand denkt, dass heute alles schiefgehen wird, dann wird - ob bewusst oder unbewusst gesteuert - auch alles, was derjenige anfasst, zum Desaster.

Die krankhafte Angst vor diesem Unglückstag nennt man übrigens Paraskevedekatriaphobie. Dieses Phänomen kann in manchen Fällen so weit führen, dass Betroffene Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag den Dreizehnten nicht aus dem Bett trauen.

Ursprung ungewiss

Wo genau die Angst vor diesem Datum herkommt, ist ungewiss. Im christlichen Glauben wurde Jesus an einem Freitag gekreuzigt, Adam und Eva sollen an einem Freitag von den verbotenen Früchten des Baumes der Erkenntnis genascht haben und danach aus dem Paradies geflogen sein.

Auch die Zahl 13 ist im Christentum belastet: Der dreizehnte Mann beim Abendmahl war Judas. Wo das hingeführt hat, wissen wir (siehe oben). Lange hieß die 13 im deutschen Volksmund das „Dutzend des Teufels“.

Auf einem Freitag den 13. fallen wissenschaftlich dokumentiert nur wenig geschichtliche Unglücksfälle. Der erste am 13. Oktober 1307. Damals ordnete der französische König Philipp IV. die Auslöschung des Tempelritterordens an.

Pech in überschaubarer Menge

In anderen Religionen und Kulturen sind der Freitag und die 13 nicht derart mit Pech behaftet, oftmals gelten sie sogar als Glückssymbole. Für welche Wertung des heutigen Datums man sich auch entscheiden sollte, eines ist gewiss: Das Jahr hat einen, im Höchstfalle drei Freitage, den 13. Drei aus 365 - das ist Pech in überschaubarer Menge.



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