Hintergründe und Rückblick
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Berlin Mit Lasagne fing es in Deutschland an. Inzwischen haben eine ganze Reihe von Händlern Produkte aus den Regalen genommen, weil sie Pferde- statt Rindfleisch enthalten könnten. Auch Gulasch ist verdächtig.
Eine Probe aus einem Fertiggericht wird im Labor auf Pferdefleisch untersucht. Bund und Länder wollen als Konsequenz aus dem Pferdefleisch-Skandal härter gegen Etikettenschwindel bei Lebensmitteln vorgehen. (Foto: dpa)
Täglich werden im Pferdefleisch-Skandal neue Details bekannt. Längst ist nicht mehr nur Tiefkühl-Lasagne von dem Etikettenschwindel betroffen. Auch Ravioli, Chili con Carne und Gulasch aus der Dose nahmen einige Supermärkte inzwischen aus den Regalen, weil sie Pferde- statt Rindfleisch enthalten könnten. Eine Übersicht nach Angaben von Verbraucherschützern und den betroffenen Unternehmen (Stand 18.2.2013):
- Aldi Nord: Der Discounter hat in zwei Fertiggerichten Pferdefleisch gefunden. Die Produkte „Tiefkühl Penne Bolognese 750 g“ und „Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind“ seien inzwischen aus den Regalen genommen worden, teilte Aldi Nord mit.
- Aldi Süd: In Ravioli und Gulasch aus der Dose wurde nach Angaben des Unternehmens Pferdefleisch entdeckt. Betroffen seien die Fertigprodukte „Cucina Ravioli, Sorte Bolognese“ (800g Dose) sowie „Omnimax Rindergulasch“ (540g Dose). Das Gulasch sei nur in Nordrhein-Westfalen verkauft worden.
- Eismann: Der Tiefkühl-Heimservice nahm vorsorglich seine Lasagne aus dem Angebot. Erste Untersuchungsergebnisse des Hessischen Landeslabors sollten am Montag vorgestellt werden.
- Edeka: Deutschlands größte Supermarktkette entfernte die „Gut & Günstig Lasagne Bolognese“ aus ihrem Angebot. In einzelnen Stichproben seien geringe Mengen Pferdefleisch gefunden worden.
- Kaiser's Tengelmann: Der Händler nimmt in seinen rund 500 Filialen in den Regionen Berlin, dem Rheinland und Bayern vorsorglich Tiefkühl-Lasagne seiner Eigenamarke A&P aus dem Verkauf. Das Produkt könnte laut dem Unternehmen Pferdefleisch enthalten.
- Konsum Leipzig: Die Kette mit Supermärkten in Ostdeutschland kauft ihre Ware unter anderem von Edeka und nahm ebenfalls die „Gut & Günstig Lasagne Bolognese“ aus den Tiefkühltruhen.
- Lidl: Der Discounter hat Produkte der Linie „Gusto Tortelloni Rindfleisch“ aus den Regalen genommen. Österreichische Behörden hatten darin Anteile von Pferdefleisch gefunden. Gusto gehört zum Markenhersteller Hilcona. Die Rohware sei von dem Fleisch-Lieferanten Vossko im Münsterland gekommen, teilte Hilcona am Montag mit.
- Metro: Die Großmarkt-Kette nahm vorsorglich die „Lasagne Bolognese Capri 400g“ aus dem Sortiment. Metro betreibt gut 100 Märkte in Deutschland.
- Real: Die Supermarkt-Kette hatte als erstes deutsches Unternehmen im Pferdefleisch-Skandal eine Tiefkühl-Lasagne aus den Regalen genommen. In Stichproben der „TiP Lasagne Bolognese, 400g, tiefgekühlt“ waren Anteile von Pferdefleisch gefunden worden. Real stoppte zudem den Verkauf seiner „Mini-Cheeseburger“.
- Rewe: Das Unternehmen nahm vorsorglich vier Produkte aus dem Handel: „Lasagne Bolognese“ und „Cannelloni Bolognese“ der Marke Mou sowie die Eigenmarken „Rewe Chili con Carne 350g“ und „Rewe Spaghetti Bolognese 400g“.
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