http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#business#dcopt=ist;#2028599177#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#business##1270922816#120#600#3
Medienhaus Lensing
10.10.2011 16:19 Uhr
Schriftgröße: A A A

Exklusiv-Interview: Hyundai-Chef: Im Vergleich zu VW ein "kleiner Importeur"

FRANKFURT/MAIN Der südkoreanische Autobauer Hyundai ist seit 1991 auf Deutschlands Straßen unterwegs und gewinnt seitdem stetig Marktanteile dazu. Mit Werner Frey, Deutschlandchef des Konzerns, sprachen wir über Kundenwünsche, neue Modelle, Marktanteile und Lieferzeiten.Von Uwe Becker und Torsten Storks

«
1/1
»

Werner Frey: "In fünf Jahren wird unser Marktanteil in Deutschland ganz vorsichtig geschätzt bei vier Prozent liegen."  (Foto: Hyundai)

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Lesen Sie die Ruhr Nachrichten als eZeitung auf dem iPad 2 - beides zusammen ab 19,99 €/ Monat* im Paket.
Herr Frey, sprechen Sie eigentlich koreanisch?
Frey: Nein. (lacht)

Das war also keine Einstellungsvoraussetzung?
Frey: Das war nicht die Voraussetzung. Hyundai ist ein internationaler Konzern. Wir sprechen englisch.

Sie haben auch für General Motors/Opel gearbeitet. Ist es ein Unterschied für ein koreanisches Unternehmen im Vergleich zu einem US-Konzern zu arbeiten?
Frey: Es gibt schon Unterschiede: Bei den Amerikanern spielt der Teamgedanke eine große Rolle. Die Art, wie man zu Entscheidungen kommt, ist anders. Das geht über Arbeitsgruppen, über viele Gremien und Stufen. Es gibt eine große Hierarchie, die das System, den Konzern sehr schwerfällig macht.

Wie sieht es bei den Koreanern aus?
Frey: Die Hierarchie ist viel flacher. Das Unternehmen ist mehr auf den Chef ausgerichtet – dies geht auf den Gründer der Hyundai Motor Company Chung Ju-Yung zurück. Entscheidungen fallen dadurch deutlich schneller.

Haben Sie als Chef von Hyundai Deutschland mehr Einflussmöglichkeiten?
Frey: Wir haben eine starke Position. Wir haben den größten Markt und die stärkste Organisation in Europa. Was die Absatzmengen angeht, sind wir die Nummer eins. Nicht umsonst befindet sich die Europazentrale von Hyundai in Frankfurt, das Technik- und Designzentrum in Rüsselsheim. Ich sage nicht, dass der Deutschland-Chef immer gehört wird, aber wir spielen eine wichtige Rolle.

Ist es richtig zu sagen, wer auf dem schwierigen bzw. anspruchsvollen deutschen Automarkt Erfolg hat, der ist auch auf anderen europäischen Märkten erfolgreich?
Frey: Diesen Ansatz gibt es und einige meiner Kollegen beneiden mich auch nicht um meine Position. Weil es eben dieser harte deutsche Markt ist, auf dem man sich durchsetzen muss.

Harter deutscher Markt?
In Deutschland gibt es ein Wettrennen der Premiummarken, die das Wettbewerbsumfeld stark prägen und vieles vorgeben. Das gilt auch für Hersteller, die größere Volumina bewegen. Egal, ob sie jetzt Volkswagen heißen, Opel, Ford oder Hyundai. Die „Premiums“ jedoch setzen Standards was Qualität und Ausstattung angeht. Deutschland ist ein sehr prestigeträchtiger Markt. Da muss auch im Kleinwagen alles stimmen. Mercedes verkauft längst nicht mehr so viele S-Klassen wie vor 20 Jahren. Aber die Qualität und Technologie, die sie entwickeln, finden sich jetzt auch in kleineren Baureihen wieder. Das heißt, um nicht außen vor zu sein, müssen wir das auch liefern.

Vor zehn Jahren kannte in Deutschland kaum jemand Hyundai. Das hat sich geändert. Wie hat der Konzern das geschafft?
Frey: Wir feiern in diesem Herbst unser 20-jähriges Deutschland-Jubiläum. Hyundai ist seit September 1991 hier vertreten. Seitdem hat sich einiges getan. Die Produkte sind ganz andere. Damals gab es einen Pony oder Lantra. Autos, die belächelt wurden und vom Design sowie der Qualität nicht unbedingt dem entsprachen, was die Kunden in Deutschland vielfach erwartet haben. Dazu kamen noch lange Lieferzeiten von bis zu vier Monaten, weil die Autos ausschließlich in Südkorea gefertigt wurden. Heute haben wir Fabriken vor Ort. Zum Beispiel in Nošovice (Tschechien), wo der i 30, der ix20 und der ix 35 produziert werden.

Die Lieferzeiten, speziell beim ix 35, sind trotzdem nicht viel kürzer?
Frey: Das ist etwas, was uns momentan nicht gefällt, aber eine Lösung ist durch die Ausweitung der Produktionskapazitäten bereits in Sicht. Zurück zur Ausgangsfrage: Die Qualität und das Design der Hyundai-Modelle haben sich grundlegend verändert. Außerdem sind wir viel näher am Markt. Wir sind heute in der Lage, exakt auf die Kundenwünsche einzugehen – entsprechend unsere Produktion auszurichten. Und ...

Ja, bitte.
Frey: Seit der WM 2002 in Japan und Südkorea ist Hyundai als offizieller Partner bei allen Fußball-Weltmeisterschaften dabei. Das hat unseren Bekanntheitsgrad enorm gesteigert.

Worauf achtet der deutsche Autokäufer besonders?
Frey: Kurz gesagt: Auf das Design, die Qualität und die Sicherheit. Das sind die wichtigsten Themen.

Was ist mit dem Preis?
Frey:  Natürlich spielt der auch eine Rolle. Leider werden die Kunden häufig durch Rabattaufstellungen auf die falsche Fährte gelockt. Grundsätzlich sollten sich Verbraucher in den Autohäusern ausführlich beraten lassen. Dann haben sie auch die Sicherheit, nach dem Autokauf entsprechende Garantie- und Kulanzleistungen zu erhalten. Angebote im Internet etc. sind nicht mit denen beim Vertragshändler gleichzusetzen. Da werden vielfach Birnen mit Äpfeln verglichen.

Im Frühjahr 2012 kommt der Nachfolger ihres Erfolgmodells i30 auf den Markt. Branchenexperten reden vom Angriff auf den VW Golf. Ist das so?
Frey: Wir sind in diesem Segment gut unterwegs. Der i30 ist unser Bestseller. Seit dem Marktstart der ersten Generation im Juli 2007 haben wir davon in Deutschland 90.000 Stück verkauft. Von dem neuen Modell mit nunmehr drei statt bislang zwei Karosserievarianten wollen wir natürlich noch mehr verkaufen. Aber es wäre verwegen zu sagen, wir wollen eine Attacke gegen VW reiten. Im Vergleich zu den Wolfsburgern sind wir nur ein „kleiner“ Importeur.

Hyundai kommt in Deutschland auf einen Marktanteil von 2,8 Prozent. Wo liegt er in fünf Jahren?
Frey: In fünf Jahren? Ganz vorsichtig geschätzt bei vier Prozent.

Wie sieht es mit Hybrid- und Elektroautos bei Hyundai aus?
Frey: Sehr gut. Wir haben Mitte 2009 unser erstes Flüssiggas-Hybridfahrzeug in Korea auf den Markt gebracht. In den USA läuft bereits der Sonata Hybrid. Anfang 2013 werden wir mit einem Hybridfahrzeug in der Kompaktklasse auch in Europa durchstarten.

Was ist mit einem E-Auto?
Frey: In Korea läuft jetzt eine Elektrovariante des i10 in Kleinserie an. Hyundai hat noch nicht entschieden, wann der i10 BlueOn nach Europa kommen soll.

Woran hapert es?
Frey: Das ganze Thema ist noch mit zu vielen Fragezeichen behaftet. Die Batterietechnologie ist noch nicht da, wo sie sein muss – kompakt, leicht und langlebig. Daran arbeiten wir noch in Südkorea. Außerdem bedarf es einer ordentlichen Infrastruktur, die nicht so leicht aufzubauen ist. Allein schon wegen der Kosten.

2010 haben Sie 803 Millionen Euro Umsatz gemacht. Womit rechnen sie für 2011?
Frey: Dieses Jahr werden wir die Milliardengrenze knacken.

Was für ein Hyundai-Modell fahren Sie zurzeit?
Frey: Einen ix55. Das nächste Auto wird ein i40 sein, weil es das neueste Modell ist und besonders gut auf Deutschlands Straßen passt.


Gläubigerausschuss

1

Entscheidung über Schlecker-Zukunft vertagt

Am Mittwoch schien die Zerschlagung des Schlecker-Konzerns schon fast sicher - am Donnerstag ist ein potentieller Investor gefunden.

EHINGEN Der Gläubigerausschuss der insolventen Drogeriekette Schlecker hat die Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens auf den 1. Juni verschoben. Das sagte Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Freitag nach dem Gläubigertreffen in Ulm. Bis dahin hätten die noch verbliebenen zwei möglichen Investoren Zeit, für die Gläubiger akzeptable Angebote zu unterbreiten. mehr...

Schlecker-Insolvenz

2

Galgenfrist: Eine Woche Zeit für Investorenlösung

Die Zukunft der Drogeriemarktkette Schlecker ist weiter ungeklärt. Foto: Friso Gentsch

EHINGEN Erneute Zitterpartie für tausende Schlecker-Beschäftigte: Bis nächsten Freitag muss der Insolvenzverwalter einen aussichtsreichen Investor präsentieren, sonst wird der Betrieb eingestellt. mehr...

Kritik der IG Metall

3

Opel hat ein Führungsproblem

Ein Plakat mit der Aufschrift "Kampf um jeden Arbeitzplatz!!" vor dem Bochumer Opelwerk. Die US-Mutter General Motors (GM) will bei Opel die Kosten drücken und Überkapazitäten abbauen.

FRANKFURT/BOCHUM Opel muss endlich wieder Geld verdienen, darin sind sich IG Metall und Betriebsrat mit dem Management einig. Wie das erreicht werden kann, ist aber heftig umstritten. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen Planlosigkeit vor - und Erpressung. mehr...

4

Facebook-Aktie verharrt im Keller

Facebook und die Nasdaq haben vorgemacht, wie ein Börsengang nicht laufen sollte. Eine Woche später bleibt die Aktie im Keller. Foto: Andrew Gombert

New York (dpa) Eine Woche nach dem Facebook-Börsengang sitzen die Anleger der ersten Stunde weiterhin auf hohen Verlusten. Im frühen Handel am Freitag kostete das Papier in New York keine 32 Dollar. Das waren 3 Prozent weniger als der Schlusskurs vom Vortag und 16 Prozent weniger als der Ausgabekurs von 38 Dollar. mehr...

5

Bankia-Rettung soll Spanien über 23 Milliarden Euro kosten

Bankia-Zentrale in Madrid. Die Großbank hatte bereits 2010 Hilfe aus dem staatlichen Bankenrettungsfonds FROB in Höhe von gut 4,5 Milliarden Euro erhalten. Foto: Leonardo Wen

Madrid (dpa) Die Sanierung der angeschlagenen Großbank Bankia soll den spanischen Staat nun eine Rekordsumme von mehr als 23 Milliarden Euro kosten. Das teilverstaatlichte Geldinstitut kündigte an, dass es die Madrider Regierung um eine weitere Finanzhilfe von 19,0 Milliarden Euro bitten werde. mehr...

Börse Frankfurt

Gute Konjunkturdaten stützen den Dax

Nach guten Konjunkturdaten aus Europa und den USA hat der Dax am Freitag an seine Erholungsbewegung vom Vortag angeknüpft. Der deutsche Leitindex stieg um 0,38 Prozent auf 6339,94 Punkte und verbuchte damit auf Wochensicht ein Plus von 1,10 Prozent. mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#business##89902711#300#250#4
DAX

DAX: Schlusskurse im Späthandel am 25.05.2012 um 20:30 Uhr

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 25.05.2012 um 20:30 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt. (Stand und Veränderung zur Schlussnotierung am vorherigen Börsentag bei Aktien in Euro, bei Indizes in Punkten). mehr...

Dow Jones

New Yorker Schlusskurse am 25.05.2012

Die 30 Aktien des Dow Jones Industrial Index wiesen am 25.05.2012 um 22:25 Uhr MEZ folgende Schlusskurse auf. (Stand und Veränderung zur Schlussnotierung am vorherigen Börsentag bei Aktien in US-Dollar, bei Indizes in Punkten). mehr...

Devisen

Sorten- und Devisenkurse am 25.05.2012 um 15:58 Uhr

Folgende Sorten- und Devisenkurse wurden am 25.05.2012 um 15:58 Uhr festgestellt. mehr...

Lade TED
 
Abstimmung wird geladen, bitte warten...
 


Weitere Themen
Im November 2009 beschloss der GM-Verwaltungsrat überraschend, Opel doch zu behalten.

Hintergründe und Rückblick

Opels langer Weg

Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum.  mehr...

Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

Interview-Serie

Ein Gespräch in der Chefetage

Wir fühlen Top-Managern aus der deutschen Wirtschaft auf den Zahn.  mehr...

Top-Links
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
MünsterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | immo.RuhrNachrichten.de