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Medienhaus Lensing
29.07.2010 10:26 Uhr
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Den Dispozins ruhig mal mit der Bank neu aushandeln

Frankfurt/Main (dpa/tmn) Wer sein Girokonto überzieht, muss hohe Dispozinsen von bis zu 13,99 Prozent bezahlen. Diese überteuerten Konditionen müssen nicht sein, sagt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt.

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Herbst rät, ruhig mal mit der Hausbank über die Zinsen beim Überziehungskredit neu zu verhandeln. Schließlich gebe es auch Banken, die nur 6 Prozent verlangen würden. Seit Beginn der Krise im Oktober 2008 hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins um 3,25 Prozentpunkte gesenkt - von 4,25 auf 1 Prozent. Die Banken wiederum haben bis heute davon nur 1 Prozentpunkt an ihre Kunden weitergegeben.

Das sei unverständlich, empören sich auch die Verbraucherschützer bundesweit. Denn der Euribor - er bezeichnet die durchschnittlichen Zinssätze, zu denen 57 europäische Banken sich untereinander Geld leihen - sei ebenfalls von 5,38 Prozent auf 1 Prozent gesunken. Die Kritiker werfen den Banken vor, während der Krise mit dem Dispozins Gewinne auf Kosten des Kunden gemacht zu haben. «Kunden sollten das Gespräch mit der Hausbank suchen. 1 bis 2 Prozent kann man aushandeln», sagt Herbst. Das gelte jedenfalls für Dispozinsen, die bei über 10 Prozent liegen.



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