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Medienhaus Lensing
22.12.2011 13:51 Uhr
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Kraftwerk-Ehe: Joint-Venture zwischen RWE und Gazprom geplatzt

Essen Die geplante Kraftwerks-Ehe zwischen RWE und Gazprom kommt nicht zustande. RWE hatte sich durch die Zusammenarbeit mehr Stabilität versprochen. Die Russen sehen sich bereits nach anderen Partnern um.dpa

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Stellenabbau bei RWE. 

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Der Energieversorger RWE und der russische Gasriese Gazprom haben Pläne zum gemeinsamen Bau und Betrieb von Kraftwerken in Westeuropa aufgegeben. In gegenseitigem Einvernehmen sei beschlossen worden, die Gespräche auslaufen zu lassen, teilte RWE am Donnerstag in Essen mit. „Bedauerlicherweise konnten wir uns dennoch nicht auf einen für beide Seiten tragfähigen Rahmen für eine Zusammenarbeit einigen“, sagte RWE-Chef Jürgen Großmann.

Konzern schreibt Verluste im Gasgeschäft

Gazprom und RWE wollten Kraftwerke in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden bauen. Die Russen hätten für Gaskraftwerke den Brennstoff zu günstigen Konditionen liefern können. RWE hatte sich auch Erleichterungen bei den bestehenden Gas-Lieferverträgen erhofft. Der Konzern schreibt im Gasgeschäft hohe Verluste, weil die Preise im langfristigen Kontrakt mit Gazprom höher liegen als am sogenannten Spotmarkt.

RWE hatte im Juli exklusiv Gespräche mit Gazprom begonnen. Da die Verhandlungen nicht wie geplant im Herbst zum Erfolg führten, gingen beide Seiten in die Verlängerung. Die Kooperation war als großer Baustein im Konzept von RWE gedacht, sich für die Zukunft stabiler aufzustellen. Dieser Baustein bricht nun weg. An der Mittelfristplanung und auch den Investitionen ändere sich aber nichts, sagte eine RWE-Sprecherin. Dazu passt es, dass RWE eine Kapitalerhöhung über 2,1 Milliarden Euro abschließen konnte.

Weg für Konkurrenten nun frei

Die Aufgabe von RWE gibt den Weg für Konkurrenten frei. Die Verhandlungen haben sich bereits nach Bayern verlagert. Gazprom-Chef Alexej Miller traf sich diesen Mittwoch mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP): „Die Gazprom ist bereit, nicht nur als Gaslieferant, sondern auch als Investor aufzutreten“, sagte Miller. Er will bis Ende 2012 entscheiden, ob und wie Gazprom in Bayern investiert. Miller, Seehofer und Zeil unterzeichneten eine Absichtserklärung für die weiteren Gespräche. Im Frühjahr soll es ein Treffen mit bayerischen Unternehmen und Kommunen geben, bei dem die Optionen besprochen werden.

Bayern benötigt im Zuge des Atomausstiegs dringend Investoren für mehrere neue Gaskraftwerke. Es könnte damit zu Kooperationen zwischen Gazprom und süddeutschen Stadtwerken kommen. Die 900 deutschen Stadtwerke planen Milliardeninvestitionen, um ihren Anteil an der Stromerzeugung zu steigern. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Hans-Joachim Reck, kündigte in der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag) an, dass die kommunalen Unternehmen ihren Anteil von 10 auf 25 Prozent in den kommenden 10 bis 15 Jahren steigern wollen.

Günstige Konditionen in Aussicht gestellt

Damit die teuren Gaskraftwerke realisiert werden können, stellte Miller günstige Sonderkonditionen in Aussicht: „Wir denken an direkte Lieferungen über Direktverträge an Werke in Bayern. Das eröffnet die Möglichkeit, zu niedrigeren Preisen zu liefern.“


Schlecker-Insolvenz

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DAX

DAX: Schlusskurse im Späthandel am 25.05.2012 um 20:30 Uhr

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Dow Jones

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Devisen

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Folgende Sorten- und Devisenkurse wurden am 25.05.2012 um 15:58 Uhr festgestellt. mehr...

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