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Weiter stabile Preise trotz teuerer Kraftstoffe
am 9. Februar 2010 11:24 Uhr
Deutschlands Verbraucher müssen für Kraftstoffe wieder tiefer in die Tasche greifen - doch insgesamt bleiben die Preise stabil. Im Januar schwächte sich der Preisauftrieb sogar leicht ab:
Zapfpistole
Im Januar zogen vor allem die Preise für Mineralölprodukte an: Sie lagen um 13 Prozent über Vorjahresniveau.

Die jährliche Teuerungsrate ging von 0,9 Prozent im Dezember auf 0,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Auf Monatssicht sank das Preisniveau um 0,6 Prozent. Die Behörde bestätigte damit vorläufige Ergebnisse.

Die Zahlen liegen seit mehr als einem Jahr unter der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei Inflationsraten von knapp unter 2,0 Prozent Preisstabilität gewahrt sieht. Im Gesamtjahr 2009 war die Teuerungsrate mit 0,4 Prozent sogar auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung gesunken.

Im Januar zogen vor allem die Preise für Mineralölprodukte an: Sie lagen um 13 Prozent über Vorjahresniveau. Kraftstoffe verteuerten sich dabei um 14,6 Prozent, Heizöl wurde um 7,0 Prozent teurer. Ohne Berücksichtigung der Mineralölpreise hätte die Jahresteuerungsrate nach Berechnung der Statistiker im Januar nur 0,2 Prozent betragen.

Energie verteuerte sich im Januar insgesamt um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für Strom mussten 3,9 Prozent mehr bezahlt werden, dagegen sanken die Gaspreise um 20,3 Prozent. Nahrungsmittel waren um 1,4 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor.

Der Rückgang der Preise von Dezember auf Januar ist vor allem auf saisonale Faktoren zurückzuführen: Mit dem Ende der Weihnachtsferien verbilligten sich wie üblich Pauschalreisen (minus 18,8 Prozent) und andere Tourismusangebote. Der Winterschlussverkauf verbilligte Bekleidung und Schuhe.

 
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