Forschungszentrum für Demenz gegründet
Bonn (dpa) In Bonn ist am Dienstag ein Demenz-Forschungszentrum gegründet worden. In der Gesundheitsforschung werde mit der Einrichtung eine völlig neue Struktur geschaffen, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU).
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In Deutschland leiden heute mehr als eine Million Menschen an den Folgen einer Demenz. Die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei 200 000 pro Jahr. Bei den verschiedenen Demenzerkrankungen wie Alzheimer nimmt die Hirnleistung meist unaufhaltsam ab.
Die neue Großforschungseinrichtung zur Erkundung von Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson gehört der Helmholtz-Gemeinschaft an und arbeitet mit bundesweit sieben Außenstellen an Kliniken, Universitäten und Instituten zusammen. Ihr Gründungsdirektor ist Prof. Pierluigi Nicotera. Nach seinen Worten kann das neue Zentrum zum weltweiten Vorbild werden, denn so planvoll und gezielt werde nirgendwo anders Demenzforschung betrieben.
Durch die Einbindung von Partnerinstituten sollen die vielfältigen verteilten Kompetenzen in Deutschland gebündelt werden. Zudem sollen wichtige Resultate aus der Grundlagenforschung rasch auf klinische Anwendung hin überprüft werden. Bund und Länder unterstützen das Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) mit jährlich 66 Millionen Euro.
Das Zentrum ist vorübergehend in der Forschungseinrichtung Caesar untergebracht. Auf Dauer soll es auf dem Gelände der Bonner Universitätsklinik angesiedelt werden.























