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THEMA Opels langer Weg
20.02.2013 18:35 Uhr
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"Feier für alle": Solidaritätsfest für Opel steigt am 3. März

BOCHUM Der 3. März wird für Bochum sicher zu einem ganz besonderen Tag: Beim Opel-Solidaritätsfest wird gefeiert - trotz des traurigen Anlasses. Die Organisatoren haben sich einiges einfallen lassen, um den Zusammenhalt mit den Opel-Mitarbeitern zu zeigen. Und das Feedback ist bereits jetzt riesig.Von Miriam Instenberg

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Für Anselm Weber, Intendant des Schauspielhauses, ist die Beteiligung am Opel-Solidaritätsfest selbstverständlich. »Das ist ein Symbol, das über die Stadtgrenzen hinaus geht.«  (Foto: Möller)

"Eine so breite Unterstützung habe ich in dieser Form noch nie erlebt." Wenn Rainer Einenkel über die Organisation des Opel-Solidaritätsfestes am 3. März spricht, schwingt da kein Pathos mit. Der Opel-Betriebsratschef ist aufrichtig dankbar für die Welle der Solidarität, die ihn und den Rest des Organisations-Teams derzeit erreicht.

„Der Anlass ist grausam, aber die Arbeit macht Spaß“, fasst Eva Kerkemeier, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum-Herne, die Organisationstätigkeiten für die Feier am 3. März zusammen. Nachdem das GM-Management den Opelanern bei der Planung eines Jubiläums- oder Solidaritätsfestes dreimal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, wird mit Unterstützung durch die Stadt, die IG Metall und das Schauspielhaus jetzt ein eigenes Fest organisiert.

"Gelebte Solidarität"

„Diese gelebte Solidarität in der Region ist toll und sicher ein Alleinstellungsmerkmal von Bochum und dem Ruhrgebiet“, so Kerkemeier. Das Feedback sei großartig, innerhalb von 14 Tagen habe man eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, für deren Planung man unter normalen Umständen ein Jahr gebraucht hätte.

Normal sind die Umstände im und um das Bochumer Opel-Werk weiterhin nicht: Rainer Einenkel berichtete von den Verhandlungen am Wochenende in Düsseldorf, sprach von „schmerzhaften Einschnitten“, die die Belegschaft hinnehmen müsste, um sich „zwei Jahre mehr Zeit zu erkaufen“. Fast täglich liefere das GM-Management neue Gründe, dieses Fest zu feiern. „Um zu zeigen: Wir gehören zusammen, und das Opel-Werk gehört in diese Stadt und in diese Region“, so Oberbürgermeisterin Scholz.
Maßgeblich verantwortlich für die Programmgestaltung der Feier ist das Schauspielhaus. „Als einer der Leuchttürme der Stadt ist es für uns selbstverständlich, uns maximal im Kampf um Opel einzusetzen“, sagt Intendant Anselm Weber. Von 11 bis 16 Uhr wird es am 3. März in der gesamten Innenstadt Aktionen geben: Eine große Bühne wird am Rathaus aufgebaut, auf dem Rathausvorplatz werden mit einer Spielstraße, Kinderschminken und einer Hüpfburg vor allem kleine Besucher glücklich gemacht.

Auf dem Massenberg-Boulevard finden das kulinarische Angebot sowie eine Oldtimer-Ausstellung Platz, Musik gibt es auf einer kleineren Bühne am Kuhhirtendenkmal. Für eine Signierstunde und Fotos mit den Fans kommen einige VfL-Spieler und Mitglieder des Trainerstabs zum Solidaritätsfest. Prominente Grußbotschaften vervollständigen das Programm. Alle Mitwirkenden beteiligen sich ohne Gage an der Veranstaltung. Für die Organisatoren steht jetzt der letzte Schliff am Solidaritätsfest an – ein Fest für alle. Ein Fest, das die gesamte Gesellschaft mitnehmen soll, das wünscht sich Rainer Einenkel. 

Das Fest am 3. März beginnt um 11 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst auf der Bühne am Rathaus. Dort stehen Auftritte der Bosy und mehrerer Schauspielhaus-Ensemblemitglieder auf dem Programm. Auch Frank Goosen, Hennes Bender, Melissa Heiduk, Joachim Luger und die Opelwerksband „Crazy Bones“ sind hier zu sehen und zu hören. Rainer Einenkel hofft, dass auch Jürgen Klopp seine Einladung annimmt. „Das wäre doch sein Ding.“

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