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THEMA Opels langer Weg
30.01.2013 11:10 Uhr
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Opel-Sparkurs: Fronten bei Verhandlungen verhärtet

BOCHUM/RÜSSELSHEIM Die Verhandlungen um Sparmaßnahmen bei Opel gehen in die heiße Phase. Beide Seiten haben sich in Position gebracht und Forderungen gestellt. Im Februar muss ein Ergebnis her - sonst gehen im Bochumer Werk schon Ende 2014 die Lichter aus.

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Der Slogan der Bochumer Opel-Mitarbeiter auf einem mit Protest-T-Shirt. ( Foto: Roland Weihrauch/dpa-Archiv)

Der Streit um den Sparkurs beim kriselnden Autobauer Opel spitzt sich zu. Nach der Forderung des Managements nach "beträchtlichen Einsparungen" der Belegschaft geht die IG Metall auf Konfrontationskurs. In einem Forderungskatalog verlangt die Tarifkommission bei Opel unter anderem Standort- und Beschäftigungsgarantien bis mindestens Ende 2016 und eine klare Finanzierungszusage der US-Mutter General Motors (GM).

Die Verhandlungen wurden nach dpa-Informationen am Mittwoch fortgesetzt. Eine Einigung muss nach einem Ultimatum des Managements spätestens Ende Februar gelingen - sonst droht das vorzeitige Aus der Autofertigung in Bochum schon Ende 2014.

Die Lage des Autobauers ist prekär, betonte die Gewerkschaft: "Die wirtschaftliche Situation des Unternehmens ist so schlecht wie noch nie und hat existenzbedrohende Ausmaße angenommen."  Mittelfristig sei kein Standort gesichert.

Der Bezirksleiter des Bezirks Nordrhein-Westfalen, Knut Giesler, sagte, die Gewerkschaft wolle Druck auf GM machen: "Der IG Metall geht es um Lösungen für die Menschen an allen Standorten."

Kompromisse erwartet

Noch liegen beide Seiten weit auseinander. In Verhandlungskreisen wird jedoch betont, dass keiner Seite an einer Eskalation des Konflikts gelegen sei. Allgemein werden Kompromisse erwartet, die eine Einigung im vorgegebenen Zeitrahmen ermöglichen.

Die Adam Opel AG will die Fixkosten bis 2015 um weitere 375 Millionen Euro senken, unter anderen sollen die Mitarbeiter auf Tariferhöhungen verzichten, bis der Autobauer wieder Gewinn macht. Das peilt die US-Mutter General Motors zur Mitte des Jahrzehnts an. Im Gegenzug würde der Standortsicherungsvertrag, der Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2014 ausschließt, bis 2016 verlängert.

Opel schweigt zu Verhandlungen

Hingegen verlangt die Tarifkommission "konkrete und belastbare Garantien, die alle Standorte und eine möglichst große Zahl an Arbeitsplätzen über 2016 hinaus sichern und den Produktions- und Entwicklungsstandort Deutschland langfristig erhalten".

Diese Garantien müssten durch Investitionszusagen hinterlegt werden. Zudem verlangen die Arbeitnehmer Maßnahmen für Wachstum, das an allen Standorten zusätzliche Arbeitsplätze schafft.

Die Adam Opel AG wollte sich zur Resolution der Tarifkommission nicht äußern. „Wir kommentieren keine laufenden Verhandlungen. Unser Ziel ist nach wie vor, bis Februar zu einem guten Ergebnis zu kommen“, hieß es in Rüsselsheim knapp. 
 

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