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Die Gesprächsrunde in Rüsselsheim am Dienstag brachte kein konkretes Ergebnis - was mit den Bochumer Opelanern passiert, bleibt unklar. (Foto: Aschwer)
Nach Auskunft von Rainer Einenkel hätten die Vertreter des Unternehmens keine Vorschläge gemacht, wie es mit dem Bochumer Werk und seinen Mitarbeitern weitergehen soll. „Sie wissen gut Bescheid, was sie nicht mehr machen wollen. Keine Getriebe mehr bauen. Keine Fahrzeuge mehr produzieren. Bei den Alternativen hingegen sind sie relativ bescheiden.“ Es hätte keine Vorschläge zu den angekündigten industriellen Ersatzarbeitsplätzen gegeben.
„Nichts Konkretes“
Die fehlenden Ansätze würden sich auch auf das Projekt „Bochum 2022“ beziehen. Joachim Koschnicke, neuer Opel-Vizepräsident für Regierungsbeziehungen, habe gestern eingeräumt, dass es noch keine konkreten Ansätze gebe. Das gelte auch für die Gespräche mit dem Land Nordrhein-Westfalen. Angesichts dieser wenig erfreulichen Perspektiven ist Rainer Einenkel froh über die Bochumer Weichenstellungen. Ausdrücklich begrüßt er die Aufstellung eines Bebauungsplanes für beide Opel-Werke. „Damit wird verhindert, dass sich der GM-Konzern die Rosinen herauspickt“, so Einenkel.
Angesichts der scheinbar ausweglosen Situation hat sich eine kleinere Gruppe aus dem Betrieb zu Wort gemeldet. Sie fordert die sofortige Auszahlung der gestundeten Tariferhöhung. Gleichzeitig macht sie sich stark für eine Fortsetzung der Fahrzeugproduktion nach 2016. Der Info-Zettel endet mit deutlichen Worten: „Wir setzen dem Opel-Vorstand eine Frist, bis zur Betriebsversammlung am 25. Februar unseren Forderungen nachzukommen.“
Gellende Pfiffe
An diesem Tag könnte es zu einem spannenden Zusammentreffen zwischen dem Opel-Gesamtsbetriebsratsvorsitzenden Wolfgang Schäfer-Klug und den Bochumer Beschäftigten kommen. Zusammen mit Armin Schild, Bezirksleiter der IG Metall Hessen und somit zuständig für die Werke Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern, hat nach Bochumer Betriebsratsangaben Wolfgang Schäfer-Klug in einer Resolution Ende Januar für das Ende der Fahrzeugproduktion in Bochum gestimmt. Ein Verhalten, das die Opelaner bei der jüngsten Mitarbeiterinformation mit gellenden Pfiffen quittiert haben.
Zunächst einmal steht allerdings ein Treffen der Tarifkommission am Montag (11.) an. Einenkel ist gespannt, ob das Unternehmen dann konkrete Vorschläge für den Standort Bochum nach dem Ende der Automobilproduktion hat. Wie Einenkel im Gespräch mit unserer Zeitung berichtete, gab es beim gestrigen Treffen vom Vorstand nur die Frage an ihn, ob er nicht Ideen hätte. „Dann werde ich halt Vorschläge machen“, sagt der Betriebsrats-Vorsitzende.