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03.09.2009 17:07 Uhr
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Hajnal im Interview (Teil 2): „Ich persönlich habe sehr früh Werte schätzen gelernt“

Von Sascha Fligge

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Sie sind als 16-Jähriger in eine Art Sportinternat auf der Gelsenkirchener Kurt-Schumacher-Straße gezogen. Hat Schalke Sie stets verkannt?
Hajnal: Heute wirkt es so, aber damals hatte Schalke auf meiner Position Spieler wie Marc Wilmots und Andreas Möller. Es ist einfach schade, dass ich dort nie die Chance bekommen habe, einfach mal reinzukommen ins Team und mich zu zeigen.

Was bedeutet Ihnen Heimat?
Hajnal: Heimat ist, wo meine Familie ist. Das Land, in dem ich mich gerade befi nde, ist dabei grundsätzlich erst einmal sekundär. Am schönsten ist es, wenn meine Frau, meine Eltern, meine zwei Brüder, meine kleine Nichte und die Schwiegereltern einfach mal nur zusammenhocken. Diese Momente sauge ich auf.

Fehlt nur noch der eigene Nachwuchs.
Hajnal: Ich fühle mich reif für Babys, aber es ist nicht so, dass ich sage: Es muss jetzt sein. Wir machen uns keinen Stress.

Über die Stationen Kaiserslautern und Karlsruhe hat es Sie wieder zurück in den Ruhrpott gezogen. In Dortmund gelang der Durchbruch. Waren da nie Ängste zu scheitern, so wie zuletzt der Ex-Karlsruher Giovanni Federico?
Hajnal: Nein, ich habe von Anfang an – im Training, in Freundschaftsspielen – versucht, Zeichen zu setzen, meine Stärken einzubringen. Das Wichtigste nach einem Wechsel ist, dass du sofort die Anerkennung deiner Mitspieler spürst. Das gelingt aber nur durch Leistung. Ich hole mir noch heute nach fast jedem Spiel meine Statistik-Werte. Im Schnitt laufe ich zwischen 11,8 und 12,5 Kilometern pro Partie. Damit liege ich teamintern nicht so schlecht. Ich glaube an mich, auch wenn ich mit meinen Leistungen in dieser Saison noch nicht wirklich zufrieden bin.

Sind Sie ein klassischer Spielmacher?

Hajnal: Nein. Schon deshalb nicht, weil ich sehr viel in der Defensive arbeite. Das unterscheidet mich von anderen Regisseuren. Natürlich führt das dazu, dass ich in manch einer Spielphase offensiv seltener auffällig werde. Ich muss die richtige Mischung finden.

Das bedeutet, Sie haben die perfekte Mixtur noch nicht gefunden?
Hajnal: Ich bin dran.

Sie kamen einst für 400.000 Euro vom 1. FC Kaiserslautern zum KSC. Der BVB holte Sie für 1,25 Millionen Euro. Was würden Sie als Klubpräsident heute für einen Tamas Hajnal zahlen?
Hajnal: Zum Glück muss ich das nicht entscheiden. Ablösesummen haben inzwischen nicht mehr viel mit der Realität zu tun. Ich weiß nicht, ob Cristiano Ronaldo wirklich jene 94 Millionen Euro wert ist, die als Ablöse an Manchester United geflossen sein sollen.

Ronaldo lebt nicht nur von seinem Können, sondern auch von Aussehen, Charisma, Medienpräsenz. Wie wichtig ist heute der Faktor Image?
Hajnal: Ich denke, das alles funktioniert nur dann, wenn man die entsprechenden Leistungen bringt. Wer sich nur als Werbefi gur oder über Aktionen in der Öffentlichkeit defi niert, kann Probleme mit der Mannschaft bekommen, wenn die Leistungen nachlassen. Das gilt natürlich auch für einen Ronaldo. Man muss aufpassen, dass man es nicht übertreibt und das Wesentliche nicht vergisst.

Ronaldo verdient durch Werbung Millionen. Für welches Produkt würden Sie gerne werben?

Hajnal (lacht): Für Ritter-Sport. Ich ernähre mich eigentlich sehr gesund, viel Fisch, Salat, Gemüse, Obst. Aber ein, zwei Stücke  Schokolade tun doch jedem gut.


Bundesliga: 21. Spieltag
Samstag, 11.02.12 - 15:30 Uhr

Borussia Dortmund

Bayer 04 Leverkusen
1:0
(1:0)
 

Kommentar: Sebastian Kehl hat es allen gezeigt

Nie war der Kapitän wertvoller als in diesen Wochen. Sebastian Kehl ist wieder da, zum 15.Von Dirk Krampe

BVB-Termine

Montag, 13. Februar

Geburtstag Sebastian Kehl (32)

Dienstag, 14. Februar, 15.30 Uhr

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Mittwoch, 15. Februar, 15.30 Uhr

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Donnerstag, 16. Februar, 15.30 Uhr

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Halbfinale am 20./21. März

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BVB im Pokal zu Greuther Fürth

Robert Lewandowski und Shinji Kagawa spielen im Pokal-Halbfinale in Fürth.

DORTMUND Fußball-Nationalspielerin Kim Kulig hat Borussia Dortmund ein unangenehmes Los beschert. Der BVB trifft im Halbfinale des DFB-Pokals auswärts auf den Zweitliga-Pokalschreck Greuther Fürth. Das ergab die Auslosung am Samstagabend im Aktuellen Sportstudio. mehr...

Tabellenführung verteidigt

2

1:0 - BVB feiert Arbeitssieg über Bayer Leverkusen

Jubel über die Führung kurz vor der Pause: Die Dortmunder Sebastian Kehl (v.l.), Sven Bender, Torschütze Shinji Kagawa, Kevin Großkreutz und Lukasz Piszczek feiern das 1:0.

DORTMUND Am Samstag war diesmal Geduld und harte Arbeit angesagt. Nach dem 1:0 gegen Bayer Leverkusen vor 80.400 Zuschauern im Signal Iduna Park und dem 15. Bundesliga-Spiel in Serie ohne Niederlage grüßt Borussia Dortmunds Meistermannschaft aber auch nach dem 21. Spieltag von der Tabellenspitze. mehr...

Sven Bender

3

Die schnelle Genesung des Sechsers

Bruderduell in der Luft: Leverkusens Lars Bender (l.) im Zweikampf mit Zwillingsbruder Sven.

DORTMUND BVB-Coach Jürgen Klopp war nach dem 1:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen sichtlich gut aufgelegt. Angesprochen auf die schnelle Genesung von Sven Bender, parodierte er seinen Sechser und antworte im bayerischen Dialekt. mehr...

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4

"Wir haben Geduld gehabt"

Für Jürgen Klopp ist Dortmund eine Herzensangelegenheit.

1:0 gegen Bayer Leverkusen gewonnen, seit nunmehr 15 Spielen ungeschlagen und die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. Auch wenn Borussia Dortmund gegen die Werkself nicht so dominant aufspielte wie in den Wochen zuvor - Trainer Jürgen Klopp war mit dem Spiel seiner Mannschaft dennoch zufrieden. mehr...

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