07.03.2011 21:18 Uhr
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Meister vorm Fernseher?: BVB-Riesenvorsprung könnte DFL vor Terminproblem stellen
DORTMUND Es ist ein skurriles Szenario: Am Samstag, den 16. April, schlägt der BVB im eigenen Stadion den SC Freiburg. Einen Tag später sorgt der FC Bayern mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen dafür, dass Dortmund von der Konkurrenz nicht mehr eingeholt werden kann.
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Für die BVB-Fans ist die Meisterschaft beschlossene Sache. Die Frage ist nur, wann gefeiert werden darf. (Foto: DeFodi)
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Die BVB-Spieler feiern die feststehende Meisterschaft im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Noch ist diese ungewöhnliche Konstellation von einigen Konjunktiven begleitet.
"Von vielen Faktoren beeinflusst"
Bislang hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) alle Partien bis zum 28. Spieltag (1. bis 3. April) terminiert. In dieser und in der nächsten Woche bestreitet Bayer Leverkusen, mit zwölf Zählern Rückstand auf den BVB derzeit dessen hartnäckigster Verfolger, seine Achtelfinalspiele in der Europa League. Gegner der Werkself ist der spanische Tabellen-Vierte, der FC Villareal. In der Woche danach wird die DFL die restlichen Spieltage festzurren.
Sollte Leverkusen das Achtelfinale überstehen, stünde am Donnerstag vor dem Gastspiel in München das Europa League-Rückspiel im Viertelfinale auf dem Plan – folglich würde das Bundesliga-Spiel Leverkusens an eben jenem Sonntag stattfinden müssen.
„Die Gestaltung des Spielplans“, sagt DFL-Sprecher Kay-Oliver Langeroff beschwichtigend, „wird von sehr vielen Faktoren beeinflusst. Es wäre daher müßig, sich zusätzlich mit Szenarien zu belasten, deren Wahrscheinlichkeit momentan gar nicht abschätzbar ist.“
Die große Ausnahme
Immerhin: Dass ein Deutscher Meister vorm Fernseher gekürt wurde, hat es seines Wissens noch nicht gegeben. „Vor ein paar Jahren hatten wir das mal in der 2. Liga“, sagt Langeroff. „In der Bundesliga ging es in den vergangenen Jahren zumeist viel spannender zu. Da fiel die Entscheidung erst am letzten oder vorletzten Spieltag.“ Und da finden alle neun Erstligaspiele parallel am Samstag statt.
Dass ein Klub die Liga so dominiert wie in dieser Saison der BVB, ist tatsächlich die große Ausnahme. Mit zweistelligem Vorsprung lief letztmals der FC Bayern als Meister durchs Ziel. Das war in der Saison 2007/08. Den Titelgewinn machten die Bayern damals am 31. Spieltag perfekt. 2004/05 waren es gar 14 Punkte Vorsprung, die die Münchner am Ende gegenüber dem FC Schalke herausspielen konnten. Auch da fiel die Entscheidung am 31. Spieltag.
Einfache Lösung möglich
2003 hatten die Bayern 16 Punkte Vorsprung auf Stuttgart – das ist der Allzeitrekord. In einer Saison, in der vor dem BVB keine Bestmarke sicher scheint, könnte auch dieser wackeln – und die Titel-Entscheidung durchaus auch noch eher fallen. Wann und wie Borussia Dortmund dann feiern darf, „darüber machen wir uns noch keine Gedanken“, sagt der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke (51). „Wir haben genügend andere Dinge, um die wir uns kümmern müssen.“
Die DFL hingegen wird in 14 Tagen, wenn die restlichen Spieltage terminiert werden, den großen BVB-Vorsprung in ihre Planspiele mit einbeziehen. Es gibt eine einfache Lösung, dem oben beschriebenen Problem im Fall des Falles zu begegnen: Das BVB-Spiel gegen Freiburg wird auf Sonntag, 17.30 Uhr gelegt. Dann könnten alle beruhigt feiern.
"Von vielen Faktoren beeinflusst"
Bislang hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) alle Partien bis zum 28. Spieltag (1. bis 3. April) terminiert. In dieser und in der nächsten Woche bestreitet Bayer Leverkusen, mit zwölf Zählern Rückstand auf den BVB derzeit dessen hartnäckigster Verfolger, seine Achtelfinalspiele in der Europa League. Gegner der Werkself ist der spanische Tabellen-Vierte, der FC Villareal. In der Woche danach wird die DFL die restlichen Spieltage festzurren.
Sollte Leverkusen das Achtelfinale überstehen, stünde am Donnerstag vor dem Gastspiel in München das Europa League-Rückspiel im Viertelfinale auf dem Plan – folglich würde das Bundesliga-Spiel Leverkusens an eben jenem Sonntag stattfinden müssen.
„Die Gestaltung des Spielplans“, sagt DFL-Sprecher Kay-Oliver Langeroff beschwichtigend, „wird von sehr vielen Faktoren beeinflusst. Es wäre daher müßig, sich zusätzlich mit Szenarien zu belasten, deren Wahrscheinlichkeit momentan gar nicht abschätzbar ist.“
Die große Ausnahme
Immerhin: Dass ein Deutscher Meister vorm Fernseher gekürt wurde, hat es seines Wissens noch nicht gegeben. „Vor ein paar Jahren hatten wir das mal in der 2. Liga“, sagt Langeroff. „In der Bundesliga ging es in den vergangenen Jahren zumeist viel spannender zu. Da fiel die Entscheidung erst am letzten oder vorletzten Spieltag.“ Und da finden alle neun Erstligaspiele parallel am Samstag statt.
Dass ein Klub die Liga so dominiert wie in dieser Saison der BVB, ist tatsächlich die große Ausnahme. Mit zweistelligem Vorsprung lief letztmals der FC Bayern als Meister durchs Ziel. Das war in der Saison 2007/08. Den Titelgewinn machten die Bayern damals am 31. Spieltag perfekt. 2004/05 waren es gar 14 Punkte Vorsprung, die die Münchner am Ende gegenüber dem FC Schalke herausspielen konnten. Auch da fiel die Entscheidung am 31. Spieltag.
Einfache Lösung möglich
2003 hatten die Bayern 16 Punkte Vorsprung auf Stuttgart – das ist der Allzeitrekord. In einer Saison, in der vor dem BVB keine Bestmarke sicher scheint, könnte auch dieser wackeln – und die Titel-Entscheidung durchaus auch noch eher fallen. Wann und wie Borussia Dortmund dann feiern darf, „darüber machen wir uns noch keine Gedanken“, sagt der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke (51). „Wir haben genügend andere Dinge, um die wir uns kümmern müssen.“
Die DFL hingegen wird in 14 Tagen, wenn die restlichen Spieltage terminiert werden, den großen BVB-Vorsprung in ihre Planspiele mit einbeziehen. Es gibt eine einfache Lösung, dem oben beschriebenen Problem im Fall des Falles zu begegnen: Das BVB-Spiel gegen Freiburg wird auf Sonntag, 17.30 Uhr gelegt. Dann könnten alle beruhigt feiern.
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