Nach Sahin-Transfer: Moritz Leitner sucht seinen Platz

DORTMUND Moritz Leitner gilt nicht nur in Dortmund als riesiges Talent. Der Mittelfeldspieler ist schnell, flink, technisch begabt. Doch Leitner hat es nicht leicht: Beim BVB war die Konkurrenz im Mittelfeld schon vor dem Sahin-Transfer riesig, in der Rückrunde hat sich seine Situation jedoch noch einmal extrem verschärft.

  • Moritz Leitner hat durch den Transfer von Nuri Sahin noch mehr Konkurrenz bekommen.

    Moritz Leitner hat durch den Transfer von Nuri Sahin noch mehr Konkurrenz bekommen. Foto: Defodi

Auf der defensiveren Position der „Doppel-Sechs“ liegen Sebastian Kehl und Sven Bender mehr als nur eine Nasenlänge vor dem mit 1,76 Meter Körpergröße für einen Defensiv-Abräumer eher klein gebauten Leitner. Und offensiver steht nun nicht mehr nur Ilkay Gündogan, sondern eben auch Sahin vor dem Mann mit der Rückennummer „7“. Während Leitner in der Hinrunde immerhin noch fünfmal in der Startelf stand, dürften sich die Einsatzzeiten in der zweiten Halbserie massiv verringern.

Hoffnungsschimmer
 
Leitner ist schließlich nicht mehr die Nummer vier, sondern nur noch die Nummer fünf in der Dortmunder Sechser-Hierarchie. Und die Zahlen sprechen auch nicht gerade für ihn. Mit ihm auf dem Platz kassierte der BVB in der Hinrunde 15 Treffer, im Schnitt klingelte es alle 41 Minuten. Ohne ihn musste die Borussia hingegen nur fünf Gegentore hinnehmen.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer immerhin gibt es für Leitner: Seine Flexibilität könnte sich für ihn als Plus erweisen. „Sahin gibt uns viel mehr Möglichkeiten im Mittelfeld“, sagt BVB-Trainer Jürgen Klopp, „mit ihm können wir andere Sechser für offensivere Positionen freimachen.“ Der 45-Jährige denkt dabei primär an Gündogan, den er in der Vorbereitung mehrmals auf der Zehner-Position testete. Doch auch Leitner wird sich als Back-Up für die offensive Dreier-Kette bereithalten.
 
Kontakt mit Tuchel

Die Frage ist, wie es mittelfristig mit Leitner weitergeht. Im Sommer dürfte er sich – sofern sich am Status quo nichts ändert – verstärkt Gedanken darüber machen, ob ein Vereinswechsel nicht die bessere Variante ist. Lange suchen müsste er nach einem neuen Klub wohl nicht. Beim Wintercup plauschte er etwa auffällig lange mit Mainz-Trainer Thomas Tuchel … 

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Autor
Matthias Dersch
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    16. Januar 2013, 09:05 Uhr
    Aktualisiert:
    31. Januar 2013, 17:57 Uhr
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