Dritte Liga: BVB II: In Offenbach geht's um Bonuspunkte
DORTMUND Verflogen ist alle Euphorie, blanke Durchhalteparolen machen sich angesichts schlimmster Personalsorgen breit. Fußball-Drittligist Borussia Dortmund II tritt am Sonntag (14 Uhr) auf dem Bieberer Berg in Offenbach mit den letzten Aufrechten zum ersten Punktspiel nach der Winterpause bei den Kickers an.
Ein Spiel Sperre: Sebastian Tyrala (l.). (Foto: Menne)
- Neuzugang Konstantin Fring hat sich herangekämpft
- Platz unbespielbar Gastspiel bei Eintracht Trier abgesagt
- Konkurrenzkampf im Tor Alomerovic fühlt sich bestens gerüstet
- Training mit BVB-Profis Terrence Boyd wagt nächsten großen Schritt
- Chance für BVB-Nachwuchsstürmer Boyd und Ducksch rücken an den Profikader heran
Letzte Hoffnungen in Sachen Lasse Sobiech (Meniskusquetschung), Daniel Ginczek (Adduktorenreizung) und Christopher Kullmann (Knochenstauchung im Sprunggelenk) zerschlugen sich am Freitag.
„Wir reisen mit unserem letzten Aufgebot, das noch durch einige A-Junioren ergänzt werden muss, nach Offenbach. Unter diesen Umständen sind wir dort nur noch krasser Außenseiter“, zeichnet Dortmunds Coach eher ein düsteres Bild über die Erfolgsaussichten der Borussen. Dabei erschienen die BVB-Perspektiven vor der eigenen Misere als durchaus passable Größe.
Offenbacher schwächeln seit Wochen
Gastgeber OFC ist seit nunmehr sechs Punktspielen ohne Sieg, zuletzt setzte es ein 0:1 in Osnabrück. Dennoch behaupteten die Kickers ihren dritten Tabellenplatz. Allerdings nur, weil die Spitzenteams gleich reihenweise aus der Erfolgsspur purzelten. Die schwachen Offenbacher Auftritte, denen zuletzt die fehlende Leidenschaft unterstellt wurde, brachten den Sport-Manager der Kickers, Andreas Möller, vollends auf die Palme - der Ex-Borusse stoppte kurzerhand die Vertragsgespräche mit den Spielern.
„Der Ball liegt jetzt in der Kabine“, verkündete Möller und erwartet nunmehr frische Taten seiner Akteure. Potenzial besitzen die Kickers allemal: Ulm, Mesic und Zinnow (alle je sechs Tore) sowie Pospischil (4) haben ihre Qualitäten schon nachhaltig gezeigt. Sie treffen dabei auf eine BVB-Abwehr, die völlig neu formiert werden muss.
Hoffnungsschimmer Hünemeier
Stößt nicht doch noch Uwe Hünemeier hinzu, müssen Torwart Sebastian Focher, die Außenverteidiger Kai-Bastian Evers und Neuzugang Cihan Kaptan sowie die Innenverteidiger Jörn Neumeister und Marcel Großkreutz das Spiel allein durchstehen. In dieser Besetzung haben sie allerdings noch nie zusammengespielt.
Neben Kaptan ist Lukas Nottbeck der zweite Debütant im Dortmunder Team. Gemeinsam mit Marcus Piossek spielt er die „Doppel-Sechs“. „Für uns geht es in Offenbach nur um Bonuspunkte. Ich hoffe, dass die Mannschaft in dieser sehr schwierigen Situation an ihrer Aufgabe wächst“, sagt Theo Schneider. Vielleicht gelingt die Überraschung.
BVB: Focher - Evers, Großkreutz, Neumeister (Hünemeier), Kaptan - Nottbeck, Piossek - Koch, Boztepe - Hille, Oscislawski




