Negative Tendenz: BVB II nach 0:3 gegen Jena zurück im Abstiegskampf
DORTMUND Die ersten 45 Minuten hatten Theo Schneider entsetzt, die zweiten konnten ihn nur mäßig besänftigen. Borussia Dortmunds Drittliga-Mannschaft, die sich mit einer Serie von 15 Punkten aus fünf Spielen im Winter von den Abstiegsrängen entfernt hatte, steckt nach dem ernüchternden 0:3 (0:3) gegen Carl-Zeiss Jena wieder mitten in der Gefahrenzone der Liga.
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Auch Mittelfeldspieler Sebastian Tyrala (l.) konnte die Niederlage gegen Jena nicht verhindern. (Foto: Laryea)
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Schon das 1:2 gegen Werder Bremen vor gut einer Woche hätte als Weckruf dienen sollen. In der Partie gegen Jena setzte sich die Tendenz aus diesem Spiel aber nahtlos fort. „Fünf, sechs Spieler“, so Dortmunds Trainer, habe er gesehen, „die gar nicht auf dem Platz waren. Einige meinten wohl, wir hätten schon alles erreicht.“
Das Tabellenbild sollte auch ihnen verdeutlichen, dass dem nun nicht so ist. Nur die bessere Tordifferenz trennt den BVB II von einem Abstiegsplatz, am Samstag, so Schneider „steht der nächste Überlebenskampf an.“ Dann muss Dortmund nach Wuppertal, das Schlusslicht kämpft nach dem 0:2 gegen Wehen-Wiesbaden um seine wohl letzte Chance.
Nottbeck: "Es ist unbegreiflich"
Zwei Spiele in sieben Tagen haben vieles von dem, was sich die Mannschaft mit drei Siegen vor Weihnachten und den vier Punkten nach der Winterpause aus den Spielen gegen Offenbach (2:1) und in Unterhaching (1:1) aufgebaut hatte, wieder zum Einsturz gebracht.
„Es ist unbegreiflich“, meinte Mittelfeldspieler Lukas Nottbeck. „Alles hat gefehlt, wir haben keine Zweikämpfe gewonnen, wir haben keine zweiten Bälle geholt. So darf man sich zu Hause nicht präsentieren.“ In der Tat fehlte es gegen sehr disziplinierte Gäste, die mit dem Sturmduo Smeekes/Hähnge brandgefährliche Spitzen aufbieten konnten, beim BVB II an allen Ecken und Enden.
Kaptan sieht Rot
Defensiv bekam Dortmund die Reihen nicht geschlossen, im Mittelfeld gelang Spielmacher Sebastian Tyrala wenig, und als einzige Spitze war Christopher Kullmann flapsig formuliert die ärmste Sau auf dem Platz. Pressing gegen den Ball, Druck über die Außen auf die Jenaer Abwehr – all das vermisste man im Spiel des BVB.
Und als Dortmund nach Cihan Kaptans Notbremse gegen Hähnge Rot sah und der BVB kurz vor der Pause in Unterzahl mit 0:3 in Rückstand geriet, ging es nur noch um Schadensbegrenzung. „Es ist sehr enttäuschend“, meinte Nottbeck frustriert, „wir haben uns unsere gute Ausgangsposition in nur einer Woche wieder kaputt gemacht.“
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