3. Liga: Nottbeck und Großkreutz sichern BVB-Sieg in Wuppertal
DORTMUND Im Kellerduell der 3. Liga bewies Borussia Dortmund II Nervenstärke und bezwang nach Toren von Lukas Nottbeck (61.) und Marcel Großkreutz (90.) den gastgebenden Wuppertaler SV vor 3107 Zuschauern mit 2:0 (0:0).
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Führungstor: Lukas Nottbeck (l.). (Foto: Laryea)
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Im altehrwürdigen Stadion am Zoo macht der Letzte das Licht aus - traditionell ist das in dieser Saison der Wuppertaler SV. An diesem Zustand änderte sich nach der 0:2-Niederlage der Bergischen gegen den BVB natürlich nichts. Schwarzgelb triumphierte, vergrößerte den Abstand in der Tabelle auf sechs Punkte gegenüber dem Schlusslicht. Außerdem ließen die Borussen mit dem Dreier ihre letzten zwei Heimniederlagen halbwegs vergessen.
Fußballerische Glanzpunkte blieben im Duell der Kellerkinder allerdings Mangelware. Entscheidende Pluspunkte im Spiel der Borussen waren die taktische Disziplin, das aggressive Zweikampfverhalten und der Wille, mannschaftlich geschlossen aufzutreten. "Einen Schönheitspreis gab es eben nicht zu gewinnen", sagte Lukas Nottbeck, Borussias Sechser, der nach Vorarbeit von Daniel Ginczek und der folgenden Maßflanke Sebastian Hilles zum 1:0 eingeköpft hatte.
Technische Fehler
Besonders ansehnlich war die Partie, die der BVB ohne Uwe Hünemeier und Julian Koch (beide im Bundesliga-Kader) bestreiten musste, tatsächlich nicht. Viele technische Fehler, Aktionen, die im Nichts endeten und ständige Ballverluste hüben wie drüben kennzeichneten das Geschehen.
Borussias Abwehr überstand allerdings die brenzligen Situationen mit Glück und Geschick. "Ohne Uwe Hünemeier war es sicherlich schwierig. Aber insgesamt haben wir es doch gut gemacht", betonte Borussias Linksverteidiger David Vrzogic, der aus Wuppertal stammt und folglich mit viel Herzblut bei der Sache war. Dennoch, mochte die BVB-Defensive die zumeist harmlosen WSV-Angreifer auch in Schach halten, im Aufbauspiel offenbarten die Dortmunder erneut Schwächen.
Es fehlt Durchschlagskraft
Sebastian Tyrala war als zentrale Anspielstation enorm viel unterwegs, Sebastian Hille machte auf der rechten Seite, Marcel Kandziora auf der linken Druck. Aber irgendwie greifen die Kombinationen noch nicht wie gewünscht ineinander. Es fehlen die zwingenden Steilpässe in die Spitze, es fehlen aber auch die Stürmer, die sich in die richtigen Positionen bringen. Daniel Ginczek und später der eingewechselte Christopher Kullmann waren wie immer unentwegt bemüht. Aber die Durchschlagskraft fehlt.
Erst nach einer guten Stunde führte Ginczeks Zuspiel auf Hille und dessen Flanke auf Nottbeck zum 1:0. Die Dortmunder Führung brachte endlich den nötigen Schwung in die Partie. In der Schlussphase ging es hoch her. BVB-Keeper Marcel Höttecke parierte einen Damm-Kopfball aus fünf Metern reaktionsschnell (82.) und rettete den Vorsprung. Zwei Minuten später wäre er nach einer Celikovic-Flanke jedoch machtlos gewesen. Aber zum Borussen-Glück flog Tobias Damm am Ball und am leeren langen Eck
vorbei.
Marcel Großkreutz' 2:0 nach Vorarbeit von Kullmann und Mihail Aleksandrov (90.) betonierte den BVB-Sieg, der Borussias größte Sorgen vorerst bannt.
BVB: Höttecke - Evers, Neumeister, Sobiech, Vrzogic - Nottbeck (67. Oscislawski), Großkreutz - Hille (84. Alecsandrov), Tyrala, Kandziora - Ginczek (62. Kullmann).
Tore: 0:1 Nottbeck (61.), 0:2 M. Großkreutz (90.)
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