Neuanfang: Marcel Höttecke packt beim BVB seine Koffer
DORTMUND Am 16. April 2008 hatte Marcel Höttecke (22) das wohl einschneidendste Erlebnis für einen ambitionierten Fußballer. Es war der Tag, an dem der Torhüter für Borussia Dortmund in der Bundesliga debütierte. Zwei Jahre später ist sein Abschied vom BVB beschlossene Sache. Mit Dirk Krampe sprach Höttecke über die Gründe und über seine Zukunft.
«
1/1
»
Steht bald bei einem anderen Profi-Klub im Tor: Borussia Dortmunds Marcel Höttecke. (Foto: Archiv)
Artikel aus diesem Ressort
- Training mit BVB-Profis Terrence Boyd wagt nächsten großen Schritt
- Chance für BVB-Nachwuchsstürmer Boyd und Ducksch rücken an den Profikader heran
- Platz unbespielbar Heimspiele gegen Lotte und Wuppertal abgesagt
- Vertrag bis 2014 Wechsel perfekt: Erik Durm kommt aus Mainz
- Vom FSV Mainz 05 Erik Durm auf dem Weg zum BVB
Sie haben dem BVB mitgeteilt, dass Sie den Verein verlassen wollen. Wohin führt Ihr Weg?
Marcel Höttecke: In dieser Woche werde ich alles klären. Wegen der vielen Nachholspiele hatte ich dafür bislang keine Zeit. Wohin es geht, kann ich noch nicht verraten.
Im Winter haben Sie Kontakt zu Energie Cottbus gehabt, jetzt soll RW Oberhausen Interesse Bekunden...
Höttecke: Ich kann nur so viel sagen: Kontakt zu Cottbus gibt es nicht mehr...
Warum ist die Zeit für eine neue Herausfoderung gekommen?
Höttecke: Ich will mich weiterentwickeln. Beim BVB aber habe ich Roman Weidenfeller vor mir, der eine starke Nummer 1 ist. Mit Marc Ziegler hat Dortmund den perfekten zweiten Mann. Also ist mir hier der Weg verbaut. Wenn ich den nächsten Schritt machen will, muss ich wechseln.
Fühlen Sie sich beim BVB zu wenig anerkannt?
Höttecke: Nein, ich habe dem BVB doch viel zu verdanken. Die zwei Jahre haben mich enorm weitergebracht. Es war ein tolles Gefühl, in der Bundesliga zu spielen. Da will ich wieder hin. Der Weg über die 2. Liga ist genau richtig für mich.
Mussten Sie lange überlegen?
Höttecke: Ich fühle mich wohl in Dortmund, von daher war die Entscheidung nicht einfach. Ich komme aus der Region, habe hier optimale Trainingsbedingungen. Es gab vier, fünf Anfragen aus der 2. Liga. Ich habe mich für den Klub entschieden, der sich am meisten um mich bemüht hat. Die haben mich mehrfach besucht, ich wurde eingeladen, vor Ort alles kennen zu lernen. Das war ein schönes Gefühl.
Beim BVB II sitzen Sie seit zwei Spielen auf der Bank. Hat Ihre Wechselankündigung damit zu tun?
Höttecke: Glaube ich nicht, allerdings kann ich die Entscheidung nachvollziehen. Die zweite Mannschaft im BVB ist ein reiner Ausbildungsbetrieb. Da ist klar, dass der Klub jetzt Johannes Focher testet. Ich hatte mit Trainer Theo Schneider im Januar ein langes Gespräch. Danach war beiden Seiten klar, dass ich meinen auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängern werde.
Was werden Sie von Dortmund in Erinnerung behalten?
Höttecke: Borussia Dortmund ist ein toller Verein. Und wer weiß, vielleicht kehre ich ja in vier, fünf Jahren zurück.
neuen Kommentar verfassen



