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Zwei neue Verletzte - Borussias schwarzer Donnerstag
Von Sascha Fligge am 5. Februar 2009 18:14 Uhr
DORTMUND Donnerstagmittag, BVB-Trainingsgelände im Dortmunder Stadtteil Brackel. Trainer Jürgen Klopp ist schlecht gelaunt. So schlecht wie selten zuvor in seiner Borussen-Zeit. Der Grund: Vor dem Topspiel am Sonntag beim FC Bayern München türmen sich Personalprobleme, wo längst keine mehr sein sollten.
Training Borussia Dortmund BVB
Borussias Offensivakteur Jakub Blaszczykowski musste Donnerstagmorgen das Training abbrechen. Physiotherapeut Michael Peter behandelte das linke Bein des polnischen Nationalspieler noch auf dem Trainingsplatz.
Offensivakteur Jakub Blaszczykowski, gerade erst vom x-ten Muskelfaserriss des letzten halben Jahres genesen und aus Polen ins Ruhrgebiet zurückgekehrt, fasst sich im Vormittagstraining plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den linken Oberschenkel, wird einige Minuten lang behandelt, muss das Training schließlich sogar abbrechen.

Sorgen um Owomoyela

Sorgen macht sich der BVB auch um Patrick Owomoyela. Der Abwehrspieler musste das Nachmittagstraining wegen einer schmerzhaften Verletzung an der Ferse abbrechen. Auch am Abend herrschte noch Unklarheit über die Schwere der Verletzungen der beiden Dortmunder. "Es gibt leider keine Diagnose", sagte Klopp auf Anfrage. "Die endgültigen Untersuchungen finden erst am Freitag statt."

Borussias Mittelfeld-Allrounder Tinga, zuletzt der Ersatz von Kapitän Sebastian Kehl auf der Sechser-Position, trainiert erst gar nicht mit dem Team. Wieder nicht – eine Zerrung. „Viele Einheiten“, raunzt Klopp, „wird er bis zum Bayern-Spiel nicht mehr mitmachen können.“

Zu allem Überfluss diskutieren sich der Trainer und Kehl bei eisigen Temperaturen auf dem Trainingsrasen die Köpfe heiß – sieht nicht nach einer entspannten Verabredung zu Kaffee und Kuchen aus. Gesten wechseln den Adressaten. Jürgen Klopp wirkt stinksauer. Auf wen auch immer. Kehl hebt häufig beide Arme und Schultern gleichzeitig an.

Schlechte Stimmung bei Klopp

So, als wolle er sagen: „Was soll ich denn machen?“ Auch der Ex-Nationalspieler ist gerade erst nach einer langen Zwangspause (letzter Liga-Einsatz beim 4:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am 15. November 2008) in den Borussia-Kader zurückgekehrt.

Es ist kein Geheimnis, dass Sebastian Kehl vor seinem ersten Pflichtspiel gerne einige harte Trainingseinheiten absolvieren würde, um das lädierte Sprunggelenk auf seine Stabilität hin zu überprüfen. Ob Jürgen Klopp einverstanden ist?

Als der Trainer den Rasen verlässt, sagt er: „Meine Stimmung ist nicht die beste.“ Und verschwindet in den heiligen Hallen des BVB-Trainingszentrums. Der Anschlusstermin wird ihm kaum Freude bereitet haben: Dortmunds Närrischer Rat verlieh Klopp mittags einen Karnevalsorden.
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Nein, auf der zentralen Mittelfeld-Position sollte Tamas Hajnal agieren.