Dortmund erwartet Gladbach: BVB-Verantwortliche kritisieren Zidan und "Kuba"
DORTMUND Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund beklagt vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen Mönchengladbach neue Personalprobleme und übt deutliche Kritik an zwei Stammspielern.
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Mohamed Zidan (l.) erntete öffentliche Kritik. (Foto: dpa)
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„Die vergangene Woche“, sagte Trainer Jürgen Klopp am Donnerstag mit Blick auf die Derbyniederlage in Gelsenkirchen (1:2) und Verletzungen seiner Leistungsträger Mats Hummels und Sven Bender, „endete sehr bescheiden, und ich muss zugeben, dass die neue Woche nicht besser angefangen hat.“
Nach seinem Einsatz für Paraguay gegen den spanischen Klub Bilbao (3:1) hatte sich Stürmer Nelson Valdez per SMS bei seinem Coach gemeldet und erklärt, er habe Schmerzen im Oberschenkel. „Stand jetzt“, so Klopp, „kann er nicht spielen.“ Den jungen Mario Götze plagt zu allem Überfluss ein Muskelfaserriss, Damien Le Tallec (Bauchmuskel- und Adduktoren-Probleme) muss laut Klopp „wahrscheinlich sogar operiert werden“. Noch gehören der Franzose und Götze allerdings eher in die Kategorie Profi-Lehrling.
Kehl soll Bender ersetzen
In den arrivierten Ligaspielern Dede, Tamas Hajnal und Dimitar Rangelov verfügt der Trainer aber durchaus noch über personelle Manövriermasse. Kapitän Sebastian Kehl wird am Samstag für den verletzten Bender ins defensive Mittelfeld rücken. „Ich wünsche ihm, sagte Klopp, „dass er den Erwartungen an sich selbst gerecht wird.“
Kehl hatte in dieser Woche ungewöhnlich forsch betont, der BVB werde „jetzt angreifen, aber richtig“ und prophezeit, alleine durch seine Anwesenheit werde „der eine oder andere sich anlehnen und mehr Sicherheit bekommen“. Klopp, dessen Team den Rasen zuletzt in vier von fünf Fällen als Verlierer verließ, begrüßte die selbstsicheren Worte Kehls. „Ich hoffe nur“, scherzte er, „dass sich nicht zu viele anlehnen.“
Klopp: „Warum nicht bei uns?“
Kaum verklausulierte Kritik kassierten am Donnerstagnachmittag die BVB-Offensivakteure Mohamed Zidan und Jakub Blaszczykowski. „Beide sollen für ihre Nationalteams relativ gut gespielt haben“, sagte Klopp und ergänzte: „Man könnte fragen: Warum nicht auch mal bei uns?“
Sportdirektor Michael Zorc betonte: „Sie haben für ihre Länder wieder getroffen – wir würden uns erhoffen, dass das auch bei uns mal zuträfe. Nicht nur einmalig, sondern öfter. Eigentlich erwarten wir das sogar.“ Klopp wollte nicht widersprechen: „Dem schließe ich mich an.“
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