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Kampf um jeden Ball: Dortmunds Antonio da Silva (l.) geht ins Kopfballduell mit Lauterns Olcay Sahan. (Foto: dpa)
Schon einige Gastmannschaften haben im Signal Iduna Park deutlich weniger in die eigene Offensive investiert als dieser 1. FCK, der von Beginn an zeigte, dass er den Äußerungen seines Trainers Marco Kurz ("Wir wollen mutigen Fußball spielen") Taten folgen lassen wollte.
Weil Borussia Dortmunds defensive Zentrale mit Ilkay Gündogan und Antonio da Silva einige Minuten brauchte, um die richtige Abstimmung im Defensivverhalten zu finden und die Schotten zu schließen, hatten die Pfälzer durch de Wit, Fortounis und Kouemaha früh gleich drei gute Vorstöße.
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BVB-Trainer Jürgen Klopp, der die Startelf im Vergleich zum 2:3 gegen Marseille auf insgesamt vier Positionen veränderte und Mario Götze (Adduktorenprobleme) auf die Bank setzte, sah auch noch Florian Dicks Freistoß aus gut 25 Metern gefährlich aufs BVB-Tor flattern – Roman Weidenfeller hatte die rechte Faust rechtzeitig oben (11.).
Mittelfeld ohne Impulse
Der BVB hatte Mühe, sein Offensivspiel konstruktiv aufzuziehen. Im Mittelfeld fehlten die richtigen Impulse, aus dem Spiel heraus ließen die Gäste zunächst wenig zu. So mussten Standards herhalten: da Silvas Freistoß bugsierte Robert Lewandowski mit einem artistischen Seitfallzieher an die Oberkante der Latte (14.), dann hakte FCK-Verteidiger Matthias Abel bei Shinji Kagawa ein – Schiedsrichter Deniz Aytekin verweigerte dem BVB den Elfmeter (15.).
Allmählich bekamen die Gastgeber Oberwasser und nutzten die erste echte Unachtsamkeit im Umschalten bei den Pfälzern zum 1:0. Gündogan spielte steil auf Großkreutz, der leitete weiter zu Kagawa, dessen Schuss aus 15 Metern unhaltbar einschlug – sein viertes Saisontor (27.).
Vor allem über Sahan und die linke Seite zogen die Lauterer auch danach noch ein gefälliges Kombinationsspiel auf. Warum die Kurz-Elf die schlechteste Torausbeute aller Bundesligisten aufweist, wurde aber auch in Dortmund deutlich. Es fehlte der letzte Pass, es fehlte die letzte Genauigkeit. So blieb die größte Chance bis zum Pausenpfiff dem BVB vorbehalten, als Mats Hummels‘ Kopfball nach da Silvas Ecke von Sahan auf der Linie gerettet wurde (45.).
Trapp hält Lautern im Spiel
Nach der Pause drängte der BVB auf das 2:0. Jakub Blaszczykowskis Linksschuss aus zehn Metern entschärfte FCK-Schussmann Kevin Trapp mit tollem Reflex (49.) und war auch eher am Ball, als Großkreutz Robert Lewandowski steil schickte (57.).
Weil der BVB im eigenen Strafraum mehrfach die Souveränität vermissen ließ, kam, was kommen musste: zu kurze Kopfball-Abwehr von Lukasz Piszczek, Sahan mit perfektem Libnksschuss aus der Drehung – Weidenfeller war geschlagen, 1:1 (60.).
Für die Auswechslung des nicht schlechten Blaszczykowski, der Mario Götze Platz machte, erntete Jürgen Klopp Pfiffe (66.). Immerhin brachten die Standards Gefahr: da Silvas Freistoß brachte Hummels per Kopf vors Tor – der Ball segelte an den Pfosten (71.). Dann tauchte Lewandowski frei vor dem Lauterer Schlussmann Trapp auf, der Versuch, den Ball ins Eck zu schieben, scheiterte an Trapps Abwehrbein (72.).
Großkreutz auf der Sechs
Klopp brachte auch noch Ivan Perisic und stellte für den ausgewechselten da Silva Kevin Großkreutz auf die Sechs. Marcel Schmelzer (Oberschenkel-Probleme) machte für Patrick Owomoyela Platz. BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller reagierte dann klasse, als Shechter aus acht Metern völlig frei zum Kopfball kam (76.).
Die Minuten verrannen. Nach Piszczeks Flanke stieg Lewandowski höher als Dick, nur um Zentimeter strich die Kugel am langen Pfosten vorbei (79.). Götzes fulminanter 20-Meter-Kracher knallte an die Lauterer Latte (83.).
Die zwei Großchancen täuschten allerdings darüber hinweg, dass dem BVB spielerisch auch nach der Pause nur wenig einfiel. Zwei gute Freistoßchancen aus dem Halbfeld flogen beinahe als Bogenlampe in den Lauterer Strafraum und wurden zur sicheren Beute des starken Trapp.
Drei Minuten ließ Schiedsrichter Aytekin nachspielen, auch die verstrichen ereignislos. Am Ende eines furiosen Sportjahres 2011 mit vielen Highlights im Signal Iduna Park stand ein mageres 1:1.