Nach Tätlichkeit: Fans pfeifen Lehmann aus
DORTMUND Aufreger gab es im Duell zwischen Dortmund und Stuttgart (1:1) mehr als genug. Das vom Schiedsrichter-Gespann um Dr. Helmut Fleischer zu Unrecht nicht anerkannte BVB-Tor durch Nuri Sahin aus der 15. Minute etwa, die ausgebremste Riesenchance der Borussia wegen einer fehlerhaften Abseitsentscheidung (21.), Dedes übersehenes Strafraumfoul an Rudy. Oder die Sache mit Jens Lehmann…
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Stuttgarts Keeper Jens Lehmann, hier gegen Santana, wurde von den BVB-Fans gnadenlos ausgepfiffen. (Foto: dpa)
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Der Torhüter des VfB, im Jahr 2002 Deutscher Meister mit Dortmund, machte sich an seiner einstigen Wirkungsstätte keine neuen Freunde. Grund: Während der ersten Hälfte hatte er BVB-Manndecker Neven Subotic den Ellenbogen von hinten ansatzlos an den Kopf geknallt. Und als der Serbe mit gleicher Münze zurückzahlte, ging Lehmann theatralisch zu Boden. Jammerte, klagte, schimpfte.
Subotic: „Nicht mit 400 km/h“
„Klar, ich habe ihn getroffen“, sagte Subotic nach Spielschluss in den Katakomben des Stadions, „aber sicher nicht mit 400 km/h. Er musste nicht zu Boden gehen. Wenn überhaupt, hätte ich zuerst fallen müssen, schließlich hat mir Lehmann den Ellenbogen ins Gesicht geknallt.“ Der Stuttgarter Keeper wiederum, der fortan bei jedem Ballkontakt von der Südtribüne gnadenlos ausgepfiffen wurde, tat so, als hätte er gar keinen Anteil an der Szene gehabt. Lehmann, dessen Team im Signal Iduna Park mehr Ballbesitz (55 Prozent), Ecken (9:4) und Torschüsse (15:13) verzeichnete, sprach nur von sich: „Mir tut alles weh!“
Die Ansicht der TV-Bilder offenbarte später, dass Schiedsrichter Fleischer (Hallstadt) beide Attacken als Tätlichkeit hätte werten müssen. Wie eingangs erwähnt nicht die einzigen Fehlentscheidungen des Mediziners. Borussias Trainer Jürgen Klopp blieb vor allem Sahins nicht gegebenes erstes Ligator im Gedächtnis. Er raunzte: „Uns ist ein klares Tor weggepfiffen worden.“
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