Fall Subotic und Lehmann: Fleischer in der Schusslinie - Entscheidung am Dienstag
DORTMUND Nach Eingang des Spielberichts von Dr. Helmut Fleischer hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Unparteiischen der Partie Dortmund gegen Stuttgart (1:1) gestern zu einer weiteren – mündlichen – Stellungnahme aufgefordert.
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Der Dortmunder Neven Subotic (links) und der Stuttgarter Julian Schieber kämpfen um den Ball. Subotic droht noch ein Nachspiel. (Foto: dpa)
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Der Mediziner aus Hallstadt steht in der Schusslinie. Knackpunkt ist Fleischers Aussage, die Ellenbogen-Attacken zwischen Stuttgarts Keeper Jens Lehmann und BVB-Verteidiger Neven Subotic „nicht wahrgenommen und nicht bewertet“ zu haben. Erst diese Aussage Fleischers machte den Weg für den DFB-Kontrollausschuss frei, ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden Spieler zu prüfen.
Fleischer toppte seine Aussage gegenüber dem kicker-Sportmagazin noch mit der Bemerkung, nur das Zurückweichen Lehmanns gesehen „und auf Verdacht auf Torwartbehinderung“ entschieden zu haben. Eine Wertung, der der BVB gestern in Person von Sportdirektor Michael Zorc entschieden widersprach: „Die Fernsehbilder belegen, dass er den Blick auf das Geschehen gerichtet hatte“, sagte Zorc. „Es liegt eine klare Tatsachenentscheidung vor.“ Auch Fleischers letzte Aussage erzürnte Zorc: „Wenn auf Verdacht gepfiffen wird, wird die Schiedsrichterei doch ad absurdum geführt“.
Von Fleischers mündlicher Einlassung wird abhängen, ob der BVB Post vom DFB erhält mit der Aufforderung zu einer schriftlichen Stellungnahme des Spielers. Von einer Sperre für beide Streithähne über eine Geldstrafe bis hin zur Einstellung der Ermittlungen scheint dabei alles möglich. Nach einem vergleichbaren Fall im Februar (Bochum gegen Schalke) durfte sich Schalkes Verteidiger Rafinha über die Einstellung der Ermittlungen freuen.
Neven Subotic („Die Videobilder lügen nicht, und ich lüge auch nicht“) musste sich wie alle gestern in Geduld üben. Erst heute will sich der DFB erklären.
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