BVB-Trainer im Interview: Klopp: „Hut ab vor Sebastian Kehl!“
DORTMUND Als alles vorbei war, strahlte Jürgen Klopp (42) am Samstagabend mit den Neonlampen in der Decke des Presseraums um die Wette. Platz fünf gefestigt, die Verfolger Stuttgart und Bremen auf Abstand gehalten – Borussia Dortmunds Trainer war mit sich, seiner Mannschaft und der Welt im Reinen wie schon lange nicht mehr.
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Seinen wunderbaren Treffer zum 2:0 feierte Zidan mit Coach Jürgen Klopp. (Foto: dpa)
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Herr Klopp, wie fällt Ihr Fazit nach dem 3:0-Sieg gegen Gladbach aus?
Jürgen Klopp: Mönchengladbach ist eine Mannschaft, die fußballerisch unglaublich viel bewegen kann, wenn man sie denn zur Entfaltung kommen lässt. Das haben wir aber nicht getan. Wir hatten große Spielkontrolle, waren sehr zielstrebig und haben wunderschöne Tore gemacht. Der Sieg war hochverdient!
Wie erklären Sie sich die Leistungssteigerung von Mohamed Zidan?
Klopp: Das Tor für Ägypten in Wembley hat ihm sehr, sehr gut getan. Das hat man von der ersten Minute an gemerkt. Ich kenne Mo ja lange und darf sagen, dass ich ihn leider auch schon anders erlebt habe…
Wie denn?
Klopp: Zidan ist in dieser Woche ja von der kompletten Weltpresse über den grünen Klee gelobt worden. Ich versichere Ihnen: Es kam bei uns in der Vergangenheit durchaus schon mal vor, dass ein Spieler seine Körner unter der Woche im falschen Spiel verschossen hat. Gegen Gladbach hat Zidan eines seiner besten Spiele für den BVB gemacht – und das über einen ganz, ganz langen Zeitraum. Zwei Tore, eine Vorlage – viel mehr geht nicht.
Wie bewerten Sie das Startelf-Comeback von Sebastian Kehl?
Klopp: Das war ein Klasse-Spiel von ihm. Richtig, richtig, richtig gut! 60 Minuten lang war es sogar super, in den finalen 30 Minuten hat Sebastian dann seine ganze Routine ausgespielt, für Ordnung gesorgt, immer noch viele wichtige Zweikämpfe gewonnen. Angesichts seiner neunmonatigen Zwangspause muss man echt sagen: Hut ab!
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