B1-Derby in Bochum: Klopp findet Kubas Torriecher im Internet
DORTMUND Fußball ist die schönste Drucksache der Welt – meinen nicht nur Zeitungsmacher, meint offenbar auch Jürgen Klopp (42) vor dem B1-Derby beim VfL Bochum am Samstag.
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Jakub Blaszczykowski (l.) ruft seine Qualität beim BVB (zu) selten ab. (Foto: dpa)
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Weil Dortmunds Trainer in der vergangenen Woche mit seiner stürmischen Kritik an den Offensivakteuren Mohamed Zidan (28) und Jakub Blaszczykowski (24) eine fünfzigprozentige Erfolgsquote erzielte (Zidan traf beim 3:0 gegen Gladbach doppelt), hält der Chefcoach an dieser für ihn neuen Stilform fest.
Auch gestern, zwei Tage vor dem Derby beim VfL Bochum, richtete Klopp sich direkt an seine wankelmütigen Untergebenen. Zidan, so der Trainer, stehe „brutal in der Pflicht. Wenn man besonders gut spielen kann, wird das auch von einem verlangt“.
Videostudium bei YouTube
Im Fall des Polen „Kuba“ Blaszczykowski, der seine PS seit Monaten nicht auf die Straße bringt, hat Klopp am Donnerstag offenbar mit weit geöffneten Browsern alles aufgesaugt, was das Internet zu bieten hat. „Ich habe mir bei YouTube massenhaft Tore von ihm angeguckt“, sagte der Trainer und gab flugs seine Essenz des Videostudiums preis: „Blaszczykowski weiß definitiv, wo das Gehäuse steht!“
Bleibt angesichts von inzwischen 23 Saison-Einsätzen des Flügelstürmers (und nur einem Tor) die Frage, warum er es trotz dieses Fachwissens so selten anvisiert. Von Blaszczykowski, Zidan und den anderen Kadermitgliedern erwartet Klopp am Samstag, „dass sie den nächsten Schritt machen“ und „mehr Konstanz in ihre Leistungen kriegen“.
David gegen Goliath
All dies gegen einen VfL, den der Borusse umschmeichelt, indem er behauptet, Bochum spiele seinen „besten und konstantesten Fußball seit Jahren“. Ein Plus an Effektivität ist unbestritten. Dafür zeichnet auch Trainer Heiko Herrlich (38) verantwortlich. Der einstige Liga-Torschützenkönig und Ex-Borusse spricht in diesen Tagen von einem „Duell David gegen Goliath“.
Dass sich Dortmunder voller Respekt über den VfL äußerten, „könne auch Taktik sein“. Keine Taktik, sondern handfeste Nachricht: Das Treffen der südamerikanischen Kumpel Dede (31, Dortmund) und Diego Klimowicz (35, früher BVB/jetzt Bochum) am Samstag auf dem Rasen wird ausfallen.
Dede fällt zehn Tage aus
Klimowicz steht wegen anhaltender Hüftprobleme nicht im VfL-Kader – Dede traf es am Mittwoch wieder hart: Muskelfaserriss im Oberschenkel. „Er war gerade auf dem Sprung und fast wieder der Alte“, meinte Klopp. Für den langjährigen Publikumsliebling Dede beginnt nun ein neuer Anlauf. Nicht zum ersten Mal.
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