Raute verursacht Unbehagen: Klopp möchte auf System-Umstellung verzichten
DORTMUND Aus seinem Unbehagen, ein System zu ändern, das über Monate Garant für eine defensive Stabilität im eigenen Spiel war, hat Jürgen Klopp (42) auch in den vergangenen Tagen kein Hehl gemacht.
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Einsatz gegen Leverkusen fraglich: BVB-Torjäger Lucas Barrios. (r.). (Foto: dpa)
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Alles hängt vor dem Bundesliga-Hit gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr/Signal Iduna Park) an Sven Bender (20). Gibt der defensive Mittelfeldspieler seinem Trainer ein eindeutiges Signal für seine Einsatzfähigkeit, wird er den freien Platz an der Seite von Sebastian Kehl einnehmen – und Klopp könnte das 4-2-3-1 beibehalten.
Muss Bender passen, hat Klopp unter Umständen ein Problem. Er selbst hat in dieser Woche die Rückkehr zur Raute ins Spiel gebracht – dennoch wäre es die pure Notlösung. Denn hinter den dann zwei Spitzen Barrios und Zidan würden im Dortmunder Mittelfeld in Kevin Großkreutz, Tamas Hajnal und Jakub Blaszczykowski drei Spieler stehen, deren Stärken in der Offensive liegen.
Barrios bleibt Wackelkandidat
Was die Frage aufwirft, ob das gegen Bayer des Risikos nicht zu viel wäre. „Fünf, die nur offensiv agieren“, sagt Klopp, „wird es nicht geben.“ Mit Hochdruck arbeitete Borussia Dortmunds medizinische Abteilung daher auch gestern daran, die BVB-Wackelkandidaten fit zu bekommen. Klopps Liste in dieser Hinsicht ist unangenehm lang.
Weil in Mats Hummels, Tinga, Nelson Valdez, Mario Götze und Yasin Öztekin fünf Akteure sicher ausfallen, Nuri Sahin gesperrt ist und eine Kader-Rückkehr von Dede fraglich erscheint, wird es dünn. An einen Ausfall von Lucas Barrios (Foto, Zerrung) mag Klopp da gar nicht denken, er würde alles über den Haufen werfen.
Leverkusen mit Luxus-Problemen
Während Leverkusen diskutiere, „ob dann doch mit Renato Augusto oder Toni Kross, müssen wir schauen, überhaupt elf Spieler aufs Feld zu bekommen“, sagt Klopp. Der kurze Anflug von Selbstmitleid ist dann aber auch ganz schnell wieder verflogen. „Mit dieser Situation“, meint er, „haben wir gelernt umzugehen. Die Frage ist, wie bekommen wir sie am besten auf den Punkt.“ Auf die Antwort darf man gespannt sein.
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