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Die Tipps von Trainer Jürgen Klopp (l.) waren für Torjäger Robert Lewandowski in der Hinrunde Gold wert. (Foto: Defodi)
„Das Gros der Mannschaft ist in einem sehr vernünftigen Zustand“, bilanzierte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zum Abschluss des Aufenthalts an der Costa Calida. BVB-Sportdirektor Michael Zorc urteilte zufrieden: „Es war so, wie wir es uns vorgestellt haben.“
Fotostrecke BVB-Trainingslager in La Manga, 8. Tag
Wir geben einen Überblick über den Stand der Dinge, geordnet nach Positionen:
Torwart
Durch die Verletzungen von Roman Weidenfeller (31, Wirbelblockade) und Mitch Langerak (23, Bauchmuskelzerrung) kam Zlatan Alomerovic (20) im gestrigen Test gegen Elche zu seinem ersten 90-minütigen Einsatz bei den Profis. Wird das Duo bis zum Auftakt gegen Hamburg am 22. Januar nicht fit, hat der BVB ein Problem. Doch die Prognosen bei Weidenfeller und Langerak sehen positiv aus. „Es ist nur eine kleine Muskelgeschichte, die ist bis Hamburg vergessen“, sagte der Australier.
Innenverteidiger
Im Vergleich zum Jahres-Ausklang in Düsseldorf hat sich die Lage merklich entspannt. Neven Subotic (23) musste in La Manga zwar einen Tag aufgrund einer Adduktorenreizung pausieren, gegen den HSV wird er jedoch neben dem gesetzten Mats Hummels (23) in die Startelf zurückkehren. Sein Konkurrent Felipe Santana (25, Außenbandteilabriss im Sprunggelenk) trainierte ausschließlich individuell. Ein Zeitpunkt für seine Rückkehr ins Teamtraining steht noch nicht fest, bis zum 22. Januar dürfte er jedoch einsatzbereit sein.
Außenbahn defensiv
Defensive Außenbahn: Hier führt kein Weg an Lukasz Piszczek (26) und Marcel Schmelzer (23) vorbei. Letzter konnte in Spanien die komplette Vorbereitung durchziehen und ist nach den vielen Problemen in der Hinrunde endlich wieder beschwerdefrei. Patrick Owomoyela (32) absolvierte trotz seines Kahnbeinbruchs das volle Programm. Der langzeitverletzte Julian Koch (21) machte weitere Fortschritte und kehrt – Stand heute – Ende Februar genau zwölf Monate nach seiner schweren Knieverletzung ins Teamtraining zurück.
Doppel-Sechs
Die wichtigste Nachricht: Sven Bender (22) ist von seinem doppelten Kieferbruch genesen und wirft sich bereits wieder in gewohnter Manier mit voller Wucht in die Zweikämpfe. Kapitän Sebastian Kehl (31) hat den Muskelfaserriss in seiner Wade auskuriert. Beide dürften gegen den HSV die Doppel-Sechs bilden. Das größte Sorgenkind ist Ilkay Gündogan (21). Der Sommer-Neuzugang wurde von einer Grippe und einer Oberschenkelzerrung ausgebremst und kehrte erst am Sonntag zum Joggen auf den Rasen zurück. Als „nicht günstig“ bezeichnete Klopp die Situation des früheren Nürnbergers, der zum Jahresbeginn erneut hinten dran ist.
Offensive Dreierkette
Mario Götze (19) verzichtete gestern auf einen Einsatz gegen Elche und wurde auch in den Tagen zuvor aufgrund seines vorherigen Muskelfaserrisses immer wieder geschont. „Er braucht einen vernünftigen Aufbau“, meint Jürgen Klopp und prognostiziert: „Er wird noch seine Einheiten bekommen.“ Als Alternative steht Jakub Blaszczykowski (26) bereit. Der Pole legte großen Ehrgeiz an den Tag und scheint es in der Rückrunde wissen zu wollen. Im Zentrum ist Shinji Kagawa (22) gesetzt, links hat Kevin Großkreutz (23) Vorsprung vor Ivan Perisic (22).
Angriff
So bitter es für Lucas Barrios (27) auch ist, an Robert Lewandowksi (23) führt derzeit kein Weg vorbei. Der BVB-Topscorer (zwölf Tore, sechs Vorlagen) präsentierte sich in La Manga trotz leichter Schmerzen im Fuß in bestechender Form und zeigte Kabinettstückchen, die sogar einige der anwesenden Journalisten zu Applaus animierten. „Mir ist klar, dass es eine außergewöhnliche Situation für Lucas ist“, sagt Klopp, der Barrios jedoch eine „überragende Trainingseinstellung“ attestierte.