Starker Auftriit: Mohamed Zidan erhört BVB-Verantwortliche
DORTMUND Borussia Dortmunds Fans und Stürmer Mohamed Zidan (28), das war keine Liebe auf den ersten Blick. Zidan tat sich schwer, aus dem Schatten seines Vorgängers Mladen Petric zu treten, seine extravagante Art auf und neben dem Platz machten ihn sogar zur Reizfigur.
«
1/1
»
Mohamed Zidan feiert seine Treffer nach Spielende mit Maskottchen Emma. (Foto: Bielefeld)
Artikel aus diesem Ressort
Mittlerweile hat sich der Wind gedreht. Dafür hat der Ägypter mit zuletzt starken Auftritten gesorgt. So wie dem am Samstag. Als Sportdirektor Michael Zorc während der üblichen Spieltags-Pressekonferenz vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach zwei Akteure besonders in den Blickpunkt rückte und öffentlich Kritik an Jakub Blaszczykowski und Mohamed Zidan übte, war der Ägypter gerade auf dem Rückweg vom Nationalmannschafts-Einsatz in London.
Zidan schoss dort am Mittwoch beim 1:3 gegen England ein Tor und Zorc meinte: „Es wäre doch schön, wenn er das auch häufiger bei uns tun würde.“ Am Samstagabend erhörte Zidan Zorcs fast flehentliches Bitten.
Gala-Vorstellung
Und machte mit seinem Gala-Auftritt reichlich Werbung in eigener Sache. Zidan traf beim 3:0 (1:0) gegen schwache Gladbacher nicht nur doppelt, er bereitete auch das 1:0 von Kevin Großkreutz mustergültig vor und wirbelte eine gute Stunde lang ungehindert durchs Dortmunder Mittelfeld.
Also war auch Zorc zufrieden: „Besser“, meinte er später lobend, „kann man auf dieser Position nicht spielen.“ Ein leichtes Schmunzeln konnte sich Zorc dabei nicht verkneifen. Was wenige Worte zur rechten Zeit so alles bewirken können. Nach seiner Gala-Vorstellung war Zidan neben Comeback-Kapitän Sebastian Kehl der meistgefragte Mann.
Zidan: "Konkurrenz beflügelt"
Druck habe er nicht verspürt, erzählte er in unzählige Mikrofone. „Die Kritik des Sportdirektors ist bei mir angekommen, aber ich habe sie positiv aufgenommen. Es hat mich motiviert.“ Seit Tamas Hajnal gesund zurück ist und auf eine Rückkehr ins Team drängt, spürt Zidan den Atem des Konkurrenten. Dem erhöhten Konkurrenzdruck hielt er nicht nur am Samstag eindrucksvoll stand.
„Konkurrenz beflügelt“, meint der 28-Jährige, „sie hilft der ganzen Mannschaft.“ Der Mohamed Zidan von Samstag, so scheint es, ist der stärkste Zidan, den der BVB je erlebt hat. „Meine Form“, meint er, „ist so gut wie lange nicht mehr. Ich will das genießen und dranbleiben. Auch, weil wir mit Borussia noch große Ziele haben.“
neuen Kommentar verfassen




