Kehl ist zurück: Nach 287 Tagen wieder mittendrin
DORTMUND Die Bundesliga-Bühne hat Sebastian Kehl endgültig wieder. 287 Tage nach seinem letzten Spiel in Borussia Dortmunds Startelf führte der BVB-Kapitän nach einer gefühlten Ewigkeit und einer Verletzungs-Odyssee seine Elf beim 3:0 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach erstmals wieder aufs Spielfeld – es war ein beeindruckendes Comeback des 30-Jährigen.
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Der Kapitän hielt 90 Minuten durch und überzeugte als ordnende Hand im Mittelfeld. (Foto: dpa)
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Die kompletten 90 Minuten plus Nachspielzeit hielt Kehl durch. Auf der Doppel-Sechs neben Nuri Sahin war er in seinem 217. Bundesliga-Spiel der deutlich auffälligere Spieler. Kehl übernahm die Chefrolle, als sei er nie weg gewesen.
In den Minuten danach wurde Kehl mit Lob überschüttet. „Das war“, meinte Trainer Jürgen Klopp, „richtig, richtig gut. 60 Minuten war es super.“ Sportdirektor Michael Zorc schwärmte: „Das war eine Klasse-Leistung von Sebastian. Er hat die Mannschaft geführt. So, wie wir das von ihm auch erwarten.“
Der Kapitän kämpft und ordnet
Die Partie war ein Meilenstein für den von Verletzungen so geplagten Ex-Nationalspieler, dessen bärenstarke Rückrunde in der vergangenen Saison bei einigen, die ihn vorschnell abgeschrieben hatten, scheinbar in Vergessenheit geraten war. Kehl grätschte, Kehl kämpfte, Kehl bestach durch Übersicht. 54 Ballkontakte bis zur Pause waren der Dortmunder Spitzenwert, 71 Prozent seiner Pässe bis dahin brachte er an den Mann. Natürlich klappte längst nicht alles – an der Dynamik wird er weiter feilen, auch das Spielverständnis mit Sahin gilt es zu optimieren.
Zufrieden stapfte Dortmunds Kapitän vom Platz. „Ich habe ja in den vergangenen Wochen auf verschiedenen Ebenen Spielpraxis sammeln können“, meinte er, „aber Bundesliga ist dann doch was anderes.“ Auf dem langen Weg zurück hat Kehl die Schlussetappe überstanden. „Jetzt“, meinte er, „schaue ich nicht mehr zurück, sondern nur noch nach vorne.“ Kehl ist wieder da.
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