Kontrollausschuss-Verfahren eingeleitet: Nachspiel in Ellenbogen-Affäre
DORTMUND Nach dem freien Montag und an dem Tag, an dem der DFB-Kontrollausschuss offiziell ein Ermittlungsverfahren gegen Neven Subotic und Stuttgarts Torhüter Jens Lehmann einleitete, drehte Borussia Dortmunds Verteidiger äußerlich unbeeindruckt seine Runden am Trainingszentrum in Brackel. Subotic (20) ließ sich sogar ein leichtes Grinsen entlocken.
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Neven Subotic, hier gegen Stuttgarts Julian Schieber, steht im Fokus der DFB-Ermittler. (Foto: dpa)
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Hinter den Kulissen sorgte die Entscheidung des DFB, die Ellenbogen-Attacken zwischen Lehmann und Subotic im Spiel des BVB gegen Stuttgart nun sportstrafrechtlich zu verfolgen, weiter für Kopfschütteln. Schon am Montag hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc sein großes Unverständnis über die Vorgehensweise des DFB geäußert. „Der Schiedsrichter hat in der Szene auf Freistoß für Stuttgart entschieden“, sagte Zorc am Dienstag noch einmal. „Damit liegt eine glasklare Tatsachenentscheidung vor“.
Dr. Helmut Fleischer hatte in der Tat auf Freistoß für den VfB entschieden. „Auf Verdacht“, wie er später einräumte. So etwas sei „gängige Praxis“. Im offiziellen Spielbericht gab Fleischer an, beide Tätlichkeiten nicht gesehen „und nicht bewertet“ zu haben und zerstückelte damit die eine Szene in zwei voneinander unabhängige. Das letztlich gab dem DFB die Möglichkeit, den Vorfall, den Fernsehbilder später eindeutig belegten, nachträglich weiter zu verfolgen.
Unangenehme Post für die Konkurrenten
Im Fall Sebastian Kehl ist das ausgeschlossen. Als am Dienstag seine Teamkollegen trainierten, hatte der BVB-Kapitän sein Reha-Pensum schon hinter sich. An Training mit der Mannschaft war für Kehl, der sich Mitte Juli einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereicht zugezogen hatte, nicht zu denken. „Es geht nur langsam voran“, meinte Trainer Jürgen Klopp später. Angesichts der nach dem Frankfurt-Spiel folgenden Pause mache es auch keinen Sinn, jetzt etwas zu überstürzen.
Michael Zorc brachten derweil einige kleinere BVB-Fans gestern ein Ständchen. Der BVB-Sportdirektor feierte seinen 47. Geburtstag – die Feierlaune dürfte ihm die DFB-Pressemitteilung vom Vormittag verhagelt haben.
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